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Knapp drei Monate nach dem Tod des früheren libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi zieht die Zentralbank des Landes einen Geldschein mit dessen Bildnis aus dem Verkehr. Bis zum 15. März sollten die Libyer alle 50-Dinar-Noten, auf denen Gaddafi mit dunkler Sonnenbrille zu sehen ist, zu den Banken bringen, teilte das Institut mit. Diese wiederum sollten die Scheine danach binnen einer Woche bei der Notenbank abliefern.
[Bildunterschrift: Die 50-Dinar-Scheine zeigen den alten Machthaber Gaddafi mit der typischen Sonnenbrille. ]
Die 50-Dinar-Scheine sind in Libyen die Noten mit dem höchsten Wert. Dieser beträgt umgerechnet gut 31 Euro. Gaddafi, der nach 42 Jahren an der Macht am 20. Oktober des vergangenen Jahres nach einem monatelangen Bürgerkrieg getötet wurde, ist auch auf 20-Dinar-Scheinen und Ein-Dinar-Noten abgebildet. Diese sollen nach Angaben der Zentralbank zu einem späteren Zeitpunkt ersetzt werden.
Die Maßnahmen sind auch dazu gedacht, die Liquidität der Banken zu garantieren. Während des Bürgerkriegs hatten viele Libyer ihre Ersparnisse von den Banken abgehoben und zu Hause verwahrt. Seitdem sollen sich über 90 Prozent des verfügbaren Geldes außerhalb der Banken befinden, sagte ein Vertreter der Zentralbank.
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