Die Außenminister Jean-Marc Ayrault und Sigmar Gabriel | Bildquelle: REUTERS

Gabriel bei Ayrault Schulterschluss zum Amtsantritt

Stand: 28.01.2017 13:37 Uhr

Traditionell führt die erste Reise eines neuen Bundesaußenministers nach Paris: Dort unterstrich Gabriel die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Sein Kollege Ayrault sagte mit Blick auf Trump, ein starkes Europa sei auch im Interesse der USA.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und sein französischer Kollege Jean-Marc Ayrault haben eine enge Zusammenarbeit für ein starkes Europa angekündigt. "Für uns ist wichtig, dass inhaltlich und öffentlich sichtbar wird, dass Deutschland und Frankreich möglichst überall gemeinsame Positionen vertreten", sagte Gabriel nach seinem Antrittsbesuch bei Ayrault in Paris.

Das gelte nicht nur angesichts des Regierungswechsels in den USA. "Europa hat überhaupt keinen Grund, Angst vor der Zukunft zu haben", sagte Gabriel. Es gebe Grund zum Selbstbewusstsein. Die beiden Minister vereinbarten demnach, dass Expertenteams beider Seiten unter anderem über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen beraten.

Antrittsbesuch von Bundesaußenminister Gabriel in Frankreich
tagesschau 20:00 Uhr, 28.01.2017, Mathias Werth, ARD Paris

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Ayrault: starkes Europa im Interesse der USA

Ayrault ergänzte, "solange Deutschland und Frankreich in die gleiche Richtung schauen, kommt Europa voran". Deutschland und Frankreich hätten die Verantwortung, das europäische Projekt zu schützen. Ein starkes Europa sei auch im Interesse der USA. Ayrault nannte den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" und den Ukraine-Konflikt als Beispiele.

Russland kann nach Ansicht der beiden Minister nicht mit einer Lockerung der Sanktionen rechnen. Zunächst müsse es Fortschritte im Minsker Friedensprozess für die Ukraine geben, sagte Gabriel. Deutschland und Frankreich hätten in der Frage eine "klare Position". Der neue US-Präsident Donald Trump hatte angedeutet, die Russland-Sanktionen neu bewerten zu wollen.

Die EU und die USA hatten die Sanktionen im Jahr 2014 erlassen, nachdem Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte. Zudem steht die Regierung in Moskau in der Kritik, weil sie prorussische Separatisten im Osten der Ukraine unterstützt.

Die Außenminister Sigmar Gabriel und Jean-Marc Ayrault | Bildquelle: dpa
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Haben die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich unterstrichen: Sigmar Gabriel und Jean-Marc Ayrault.

"Eine Freude, lieber Sigmar, dich hier zu empfangen"

Das Gespräch der Minister Ayrault und Gabriel dauerte rund 30 Minuten länger als ursprünglich geplant. Ayrault begrüßte Gabriel auf Deutsch. "Es ist mir eine Freude, lieber Sigmar, dich hier zu empfangen, keine 24 Stunden nach Deinem Amtsantritt als Außenminister der Bundesrepublik Deutschland", sagte er. "Das ist ein Symbol."

Gabriel hatte das Auswärtige Amt gestern von Frank-Walter Steinmeier übernommen, der Bundespräsident werden will. Mit seinem Besuch in Paris folgt Gabriel einer Tradition, dass der deutsche Chefdiplomat nach seinem Start im Amt zuerst den wichtigen europäischen Verbündeten Frankreich besucht.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 28. Januar 2017 um 20:00 Uhr.

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