US-Außenminister Tillerson in Lucca | Bildquelle: AFP

Zurück zur Ordnungsmacht Der nächste US-Kurswechsel

Stand: 10.04.2017 22:45 Uhr

Anders als von Präsident Trump angekündigt, wollen die USA nun doch wieder Ordnungsmacht sein. Das kündigte Außenminister Tillerson beim G7-Treffen an. Es war nicht die einzige Überraschung beim Treffen in Lucca.

Zum Auftakt des zweitägigen Treffens der G7-Außenminister haben sich die USA als neue Ordnungsmacht positioniert. Bei den Gesprächen in Lucca, an dem Vertreter aus Deutschland, den USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada teilnehmen, geht es um eine Reaktion auf den Giftgasangriff im syrischen Chan Scheidun.

Nach ihrem Angriff auf die syrische Luftwaffe positionierten sich die USA als Ordnungsmacht und damit konträr zu vorherigen Ankündigungen. "Wir verschreiben uns wieder dem Ziel, jeden in der ganzen Welt zur Rechenschaft zu ziehen, der Verbrechen an Unschuldigen verübt", sagte Außenminister Rex Tillerson. US-Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf eigentlich angekündigt, künftig nicht mehr als "Weltpolizei" auftreten zu wollen. Die US-Streitkräfte hatten am Freitag einen syrischen Stützpunkt als Reaktion auf eine Giftgasattacke angegriffen.

"Da haben die USA eine außenpolitische 180-Grad-Wendung hingelegt", sagte die Expertin für Außenpolitik und Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik", Sylke Tempel, in den tagesthemen. Vielleicht sei dem US-Präsidenten klar geworden, dass bei einem Rückzug der USA ein Vakuum entstehe, dass nicht in seinem Interesse sei.

Sylke Tempel, Chefredakteurin "Internationale Politik", im Gespräch
tagesthemen 22:15 Uhr, 10.04.2017

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Johnson macht Druck auf Russland

Der britische Außenminister Boris Johnson sagte, man werde bei dem Treffen über "die Möglichkeit weiterer Sanktionen" sprechen. Russland habe eine Wahl: Es könne entweder weiter das "giftige" Assad-Regime unterstützen, "oder mit dem Rest der Welt zusammenarbeiten, um eine Lösung für Syrien, eine politische Lösung, zu finden", sagte Johnson. Großbritannien gehört zu den Ländern, die am entschiedensten eine harte neue Haltung gegenüber Russland fordern.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel rief dagegen zur Mäßigung auf: Eine weitere militärische Eskalation müsse verhindert werden, sagte er mit Blick auf den mutmaßlichen Giftgasangriff und den Vergeltungsschlag der USA. "Ich glaube, dass wir eine gemeinsame Position vertreten sollten. Und dass wir in den Verhandlungen alles dafür tun sollten, die Russen aus der Ecke der Unterstützung Assads herauszubekommen", sagte Gabriel.

Strategie oder Schlingerkurs: Wohin steuert die US-Außenpolitik?
tagesthemen 22:15 Uhr, 10.04.2017, Jan Philipp Burgard, ARD Washington

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Aus G8 wurde G7

Der Westen macht Assads Truppen für den Giftgasangriff verantwortlich - und darüber hinaus ihre russischen Unterstützer. Moskau bestreitet, dass syrische Soldaten Chemiewaffen benutzt hätten.

Russland wurde aus dem ehemals als G8 bekannten Club von Industrienationen ausgeschlossen, nachdem es 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und prorussische Separatisten im Osten der Ukraine unterstützt hatte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 10. April 2017 um 20:00 Uhr.

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