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Die Atomkatastrophe von Fukushima ist nach Einschätzung der japanischen Regierung unter Kontrolle - neun Monate nach Beginn des Unglücks.
Die Reaktoren in der havarierten Anlage befänden sich "im Zustand der Kaltabschaltung", sagte Ministerpräsident Yoshihiko Noda bei einem Treffen mit der Atom-Arbeitsgruppe des Landes. Die Kaltabschaltung gilt als entscheidender Schritt: Nach Definition der Regierung und des Atombetreibers Tepco liegt sie vor, wenn die Temperatur am Boden der Druckbehälter unter 100 Grad Celsius gehalten wird.
"Auch bei unvorhersehbaren Zwischenfällen kann die Strahlung am Rande der Anlage jetzt auf einem niedrigen Niveau gehalten werden", ergänzte Noda.
Experten gehen jedoch davon aus, dass das Kraftwerk Fukushima I weiter anfällig ist und es Jahrzehnte dauert, bis es völlig stillgelegt ist. Umweltschützer werfen der Regierung zudem einen falschen Gebrauch des technischen Begriffs Kaltabschaltung vor. "Hier von Kaltabschaltung zu sprechen, grenzt an eine bewusste Lüge", erklärte Reinhard Uhrig, Atomexperte von Global 2000.
Die geschmolzenen Brennelemente hätten sich durch den Boden der Reaktordruckbehälter durchgebrannt und lägen nun als Klumpen auf dem Boden der Umhüllung. Dort wiesen sie weiter Temperaturen von schätzungsweise 3000 Grad Celsius auf. Von einem sicheren Zustand seien die Reaktoren noch weit entfernt.
Das rund 240 Kilometer nördlich von Tokio gelegene AKW war im März durch ein schweres Erdbeben und einen dadurch ausgelösten Tsunami schwer beschädigt worden. Um die Reaktorkammern zu kühlen, besprühte Tepco sie mit Wasser.
Bei dem Unglück handelt es sich um die schwerste atomare Katastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986.
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