Neue Probleme im AKW Fukushima Tepco kämpft mit dem Grundwasser

Stand: 03.08.2013 15:30 Uhr

Im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima gibt es offenbar neue Probleme mit radioaktiv belastetem Grundwasser. Wie die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" berichtet, steigt der Grundwasserspiegel kontinuierlich an. Das verseuchte Wasser droht, eine Bodenbarriere zu überfließen und ins Meer zu gelangen. Sollte der Wasserspiegel weiter in diesem Tempo steigen, werde Wasser innerhalb der nächsten drei Wochen an die Oberfläche treten, meldet das Blatt unter Berufung auf ein Krisentreffen der Betreibergesellschaft Tepco mit der japanischen Atomaufsichtsbehörde.

Diese Luftaufnahme zeigt die Reaktorblöcke 1 und 2 (li.) des AKW Fukushima (9. Juli 2013) (Bildquelle: AP)
galerie

Dieses Foto zeigt die Reaktorblöcke 1 und 2 (li.) des AKW (9. Juli 2013)

Männer in Schutzanzügen arbeiten an Tanks auf dem Gelände des AKW Fukushima. (Archiv 2012) (Bildquelle: REUTERS)
galerie

Das Wasser wird in Tanks gepumpt - die fast voll sind. (Archiv 2012)

Grund für den Anstieg des Grundwasserspiegels könnte der Einsatz von Chemikalien sein, die den Boden zum Pazifik hin wasserundurchlässig machen sollen.

Wohin mit dem verseuchten Wasser?

Als langfristige Maßnahme plant Tepco den Bau von unterirdischen Mauern, die den Ozean schützen sollen. Bisher wurde allerdings nur vor Block 1 mit dem Bau begonnen, vor den Blöcken 2 und 3 ist dies noch nicht geschehen. Zudem läuft immer neues Regen- und Kühlwasser in das Gewirr von Rohren, Kanälen und Räumen unterhalb des AKW-Geländes. Dieses wird von Tepco teilweise in bereitstehende Tanks gepumpt, die allerdings bereits zu 85 Prozent gefüllt sind.

Im Grundwasser nahe der Atomkraftwerksruine war erst Anfang Juli eine stark erhöhte radioaktive Belastung gemessen worden. Tepco hatte in der Vergangenheit immer wieder falsche und verharmlosende Angaben zur radioaktiven Verseuchung gemacht. Das AKW Fukushima war im März 2011 durch ein schweres Erdbeben und einen Tsunami schwer beschädigt worden. Mehrere Reaktorblöcke gerieten außer Kontrolle, die Umgebung wurde evakuiert.

Darstellung: