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Entführung im Schatten der Mali-Mission
Französische Geiseln sollen wieder frei sein
Die Entführung einer siebenköpfigen französischen Familie im Norden Kameruns soll beendet worden sein: Die nigerianischen Behörden hätten die Geiseln im Norden ihres Landes verlassen in einem Haus entdeckt, sagte ein ranghoher Vertreter der kamerunischen Armee. Der Familie gehe es gut, sie sei nun in Obhut der nigerianischen Behörden. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Auch die französische Regierung in Paris bestätigte die Angaben zunächst nicht.
Die drei Erwachsenen und vier Kinder waren am Dienstag nach dem Besuch des Waza-Nationalparks im Norden Kameruns entführt worden. Die Franzosen waren zwar als Touristen unterwegs, leben aber in dem zentralafrikanischen Land. "Sie sind von einer terroristischen Gruppe aus Nigeria entführt worden", hatte der französische Präsident François Hollande bestätigt. Die Tat trage die Handschrift der Islamisten-Gruppe Boko Haram.
Französische Staatsbürger gelten seit dem Kriegseinsatz Frankreichs im Norden Malis als besonders gefährdet. Radikale Islamistengruppen haben mehrfach zu Vergeltungsakten aufgefordert. Boko Haram will im Norden Nigerias einen islamischen Staat errichten und die Scharia (islamisches Recht) einführen.
Hochburg von Boko Haram ist der islamische Norden Nigerias, wo die Terrororganisation Al-Kaida und ihr früherer Chef Osama bin Laden verehrt werden.
Stand: 21.02.2013 11:53 Uhr
