Kandidaten der Präsidentschaftswahl in Frankreich | Bildquelle: dpa

Präsidentenwahl in Frankreich Wer folgt auf Hollande?

Stand: 23.04.2017 08:42 Uhr

In Frankreich hat unter hohen Sicherheitsvorkehrungen die Wahl des neuen Staatspräsidenten begonnen. In der ersten Runde treten elf Kandidaten an. Vier Bewerbern werden gute Chancen eingeräumt, in die Stichwahl am 7. Mai einzuziehen. Darunter sind zwei ausgesprochene EU-Gegner.

Unter einem beispiellosen Sicherheitsaufgebot findet in Frankreich die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt. Rund 50.000 Polizisten und Gendarmen sowie rund 7000 Soldaten sichern die Wahl ab. Fast 47 Millionen Staatsbürger sind aufgerufen, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin von Staatschef François Hollande zu bestimmen.

Polizist vor dem Eiffelturm | Bildquelle: dpa
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Die Wahl findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt.

Zur Wahl stehen elf Kandidaten. Nur vier von ihnen werden nach Umfragen realistische Chancen eingeräumt, unter die beiden Bestplatzierten zu kommen und damit in die Stichwahl am 7. Mai einzuziehen: Dem parteilosen Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron, der Rechtspopulistin Marine Le Pen, dem Konservativen François Fillon und dem Linkspartei-Gründer Jean-Luc Mélenchon.

Entscheidung auch über die Zukunft der EU

Mit der Rechtspopulistin Marine Le Pen und dem Linksaußen-Politiker Jean-Luc Mélenchon stehen gleich zwei Europakritiker zur Wahl, deren Erfolg die EU in eine tiefe Krise stürzen dürfte: Le Pen will ihr Land bei einem Sieg aus dem Euro führen und plant ein Referendum über die EU-Mitgliedschaft.

Mélenchon kritisierte die Brüsseler Politik mehrfach scharf. Der Konservative François Fillon und der Sozialliberale Emmanuel Macron stehen der EU hingegen positiv gegenüber und wollen ihr Land reformieren. Die entscheidende Stichwahl zwischen den beiden stärksten Kandidaten ist am 7. Mai geplant.

Anschlag könnte Wahl beeinflussen

Der offizielle Wahlkampf war am Freitagabend zu Ende gegangen. Mehrere Kandidaten hatten wegen der Pariser Terrorattacke letzte Auftritte oder Kundgebungen abgesagt. Ein 39-Jähriger hatte am Donnerstagabend in Paris mit einem Kalaschnikow-Sturmgewehr auf Polizisten geschossen und einen Beamten getötet. Zwei weitere Beamte und eine deutsche Passantin wurden verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte die Bluttat für sich.

Erste Prognosen nach 20 Uhr

Innerhalb Frankreichs gilt bis 20 Uhr eine Nachrichtensperre für Wahlbefragungen oder erste Auszählungen - so lange kann an manchen Orten gewählt werden. Allerdings dürften schon vorher erste Ergebnisse aus Nachbarländern bekannt werden. In französischen Überseegebieten wurde wegen der Zeitverschiebung schon am Samstag gewählt.

Erste Wahlrunde in Frankreich hat begonnen
tagesschau 10:00 Uhr, 23.04.2017

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 23. April 2017 um 09:00 Uhr.

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