Benoit Hamon und Manuel Valls | Bildquelle: AFP

Vorwahl in Frankreich Hamon und Valls gewinnen

Stand: 22.01.2017 22:41 Uhr

Die Abstimmung über die Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten in Frankreich haben Ex-Bildungsminister Hamon und Ex-Premier Valls gewonnen. Damit kommt es bei der Stichwahl nächsten Sonntag zur Abstimmung zwischen dem linken und rechten Parteiflügel.

Die erste Runde der Vorwahl zur Abstimmung über den sozialistischen Präsidentschaftskandidaten in Frankreich haben der frühere Bildungsminister Benoît Hamon und Ex-Premierminister Manuel Valls gewonnen. Damit kommt es in der zweiten Wahlrunde am kommenden Sonntag zum Showdown zwischen dem linken und rechten Parteiflügel.

Präsidentschaftswahlen Frankreich: Sozialisten stimmen über Kandidaten ab
tagesthemen 22:45 Uhr, 22.01.2017, Mathias Werth, ARD Paris

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Hamon überholte den als Favoriten gehandelten Valls und kam nach Teilergebnissen auf rund 35,8 Prozent. Der 49-Jährige vertritt teils radikale Forderungen des linken Flügels der Sozialisten und distanziert sich damit klar von dem glücklosen Präsident François Hollande. Nach Auszählung von mehr als 882.000 Wahlzetteln, etwa der Hälfte der Stimmen, kam Valls mit rund 31,4 Prozent auf Platz zwei.

Hamon hatte vor allem mit der Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für Schlagzeilen gesorgt. Dieses solle bei bis zu 750 Euro pro Monat liegen, so Hamon. Selbst sein ebenfalls zum linken Flügel gehörender Konkurrent Montebourg hatte das Vorhaben wegen hoher Kosten kritisiert: "300 Milliarden, das entspricht dem derzeitigen Staatsbudget."

Valls dagegen steht für einen eher reformorientierten und wirtschaftsfreundlichen Kurs und gehört damit zum rechten Flügel der Sozialisten. Im Wahlkampf verteidigte er die teils heftig kritisierte Regierungspolitik unter Hollande.

Kaum Chancen bei der Präsidentschaftswahl

Der Drittplatzierte Arnaud Montebourg lag mit rund 18 Prozent abgeschlagen dahinter. Er räumte seine Niederlage ein und rief seine Anhänger auf, in der Stichwahl am kommenden Sonntag für Hamon zu stimmen. Insgesamt hatten sich sieben Politiker der Sozialisten und mehrerer verbündeter Kleinparteien beworben. Die Partei ist nach fünf schwierigen Regierungsjahren und dem Verzicht Hollandes auf eine neue Kandidatur angeschlagen.

Als Favoriten für die Präsidentenwahl gelten der Konservative Politiker François Fillon - der sich in den Vorwahlen seiner Partei durchsetzte - und die Rechtspopulistin Marine Le Pen vom Front National. Auf Platz drei in Umfragen liegt derzeit der aus der PS ausgetretene frühere Wirtschaftsminister Emmanuel Macron. Der Kandidat der Sozialisten käme - egal ob Hamon oder Valls - demnach nur auf Platz 5.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 22. Januar 2017 um 22:45 Uhr.

Darstellung: