Festnahme auf der A16 von Paris nach Nordfrankreich | Bildquelle: AFP

Angriff auf Soldaten Polizei fasst Auto-Attentäter

Stand: 09.08.2017 15:28 Uhr

Wenige Stunden nach der Auto-Attacke auf Soldaten bei Paris hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Der Mann wurde auf einer Autobahn in Richtung Nordfrankreich gestellt. Bei dem Einsatz fielen Schüsse.

Die französische Polizei hat nach der Auto-Attacke auf Soldaten nahe Paris den mutmaßlichen Täter festgenommen. Der französische Premierminister Édouard Philippe teilte mit, bei dem Mann handele es sich um dieselbe Person, die am Morgen in einem Vorort von Paris Soldaten mit seinem Pkw angegriffen hatte.

Das mutmaßliche Tatfahrzeug sei kurz vor Calais auf der Autobahn 16 gestoppt worden, die von Paris nach Nordfrankreich und Belgien führt, berichten mehrere Medien übereinstimmend. Die Nachrichtenagentur AFP verbreitet ein Bild, das einen von zahlreichen Polizeifahrzeugen gestoppten und beschädigten dunklen BMW zeigt. Ein solches Auto war zuvor als Tatfahrzeug genannt worden.

Marion Schmickler, ARD Paris, zum Hintergrund des Attentats in Frankreich
tagesschau24 17:15 Uhr, 09.08.2017

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Wie französische Medien weiter berichten, seien bei dem Einsatz Schüsse gefallen. Der Festgenommene sei verletzt worden. Auch ein Polizist habe durch fehlgeleitete Schüsse Verletzungen davongetragen. Der Festgenommene selbst sei nicht bewaffnet gewesen.

Polizisten bei einem beschädigten BMW nach der Festnahme eines Tatverdächtigen in Frankreich | Bildquelle: AFP
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Bei der Festnahme auf der Fernstraße wurde der dunkle BMW erheblich beschädigt.

Attacke zu Dienstbeginn

Ein Mann war am Morgen gegen acht Uhr in einem Vorort von Paris in eine Gruppe Soldaten gerast. Der Bürgermeister von Levallois-Perret, Patrick Balkany, sagte im Fernsehsender BFM-TV, das Auto habe in einer Sackgasse vor dem Gebäude geparkt. Als die Soldaten die Kaserne für eine Patrouille verlassen hätten, habe der Fahrer Gas gegeben und sei auf die Soldaten zugerast. Er habe "keinen Zweifel", dass der Fahrer absichtlich gehandelt habe - es handele sich um eine "widerwärtige Aggression". Auch Innenminister Gérard Collomb sagte: "Wir wissen, dass das eine absichtliche Tat war"

Beim dem Vorfall wurden zwei Soldaten schwer verletzt, vier leichter. Keiner der Verletzten befindet sich aber in Lebensgefahr. Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly sprach von einer "feigen Tat". Der Angriff werde nicht die "Entschlossenheit der Soldaten" mindern, sich für die Sicherheit der Franzosen einzusetzen, erklärte die Ministerin.

Der Fahrer floh mit seinem Wagen. Nach der mutmaßlichen Attacke übernahm die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Die Behörde teilte mit, ermittelt werde unter anderem wegen terroristisch motivierter Mordversuche.

Tatort in Levallois-Perret | Bildquelle: AFP
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Luftbild vom Tatort in Levallois-Perret

Tatort in Levallois-Perret | Bildquelle: REUTERS
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Die Soldaten wurden unmittelbar vor ihrer Kaserne verletzt.

Soldaten Teil des Anti-Terror-Kampfs

Bei den betroffenen Militärs handelt es sich um Soldaten, die im Rahmen der Anti-Terror-Operation "Sentinelle" in Levallois-Perret zur Bewachung eingesetzt werden.

"Sentinelle" (Wache oder Wachposten) wurde nach den islamistischen Anschlägen auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt im Januar 2015 in Paris ins Leben gerufen. Die rund 10.000 Soldaten bewachen unter anderem Synagogen, Flughäfen, Bahnhöfe und Touristenattraktionen wie Museen oder den Pariser Eiffelturm.

Dabei werden die Soldaten selbst immer wieder Ziel von Angriffen. Im März war ein Mann am Pariser Flughafen Orly bei einer Attacke auf patrouillierende Soldaten erschossen worden. Im April wurde ein Polizist auf den Pariser Champs-Élysées erschossen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. August 2017 um 15:00 Uhr.

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