Marine Le Pen lässt sich auf der Abschlussveranstaltung in Lyon von ihren Anhängern feiern. | Bildquelle: AFP

Le Pen eröffnet Wahlkampf Für "ihr Land" und gegen den Rest

Stand: 05.02.2017 18:15 Uhr

Frankreich ist bedroht - zumindest in den Augen von Front National-Chefin und Präsidentschaftskandidaten Le Pen. Durch Einwanderung und Islamismus und die Globalisierung. In ihrer Wahlkampfrede in Lyon versprach sie, diese Bedrohungen "auszulöschen".

Es sind die altbekannten Ziele und Forderungen, die die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen vom Front National bekräftigt, als sie zum Abschluss eines zweitägigen Treffens der Partei in Lyon vor rund 3000 Anhänger tritt. "Im Namen des Volkes" will sie handeln, sollte sie es an die Spitze des Staates schaffen - und damit gegen Einwanderung, gegen den Terror und gegen die wirtschaftliche Benachteiligung Frankreichs.

Le Pen stellt Wahlprogramm des Front National vor
tagesschau 20:00 Uhr, 05.02.2017, Ellis Fröder, ARD Paris

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Die EU "ein Fehlschlag", Frankreich "entmündigt"

Ihr "roter Faden" sei stets das "nationale Interesse", betonte die 48-Jährige in ihrer Rede. Und dieses Interesse sei bedroht, durch zwei "totalitäre Systeme". Damit meint die Front National-Chefin zum einen die "wirtschaftliche Globalisierung", die für Frankreich zu viele Nachteile bringe, anstatt die Franzosen zu entlasten. Darum will Le Pen auch raus: aus der EU, aus der NATO, aus dem Schengen-Raum. Vor allem die EU griff Le Pen scharf an - sie sei ein "Fehlschlag" und habe "Frankreich entmündigt". "Die Europäische Union ist gescheitert", sagte Le Pen. "Sie hat keines ihrer Versprechen eingehalten."

Die zweite Gefahr benannte die Vorsitzende der rechtsextremen Partei als "islamistischen Fundamentalismus", ein "Joch" und "eine Bedrohung", unter der Frankreich nicht weiter leben dürfe. Die "Kultur ihres Landes" werde bedroht, sagte Le Pen weiter, durch die Verschleierung von Frauen, durch Moscheen und durch "Gebete auf französischen Straßen" - alles "inakzeptable Gefahren" in den Augen der Front National-Chefin. Kein Franzose könne diese akzeptieren.

Fünf Jahre für die Grundsanierung

Le Pen versprach zudem, den Terror in Frankreich auszulöschen, etwa durch eine "Nulltoleranzpolitik gegenüber Straftätern". Sie wolle dafür sorgen, dass Ausländer, die in Frankreich verurteilt werden, ihre Haftstrafe trotzdem in ihrem jeweiligen Heimatland verbüßen. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollen unter ihrer Präsidentschaft auch die Geheimdienste mehr Befugnisse erhalten und 15.000 zusätzliche Polizisten eingestellt werden.

Und einen Zeitrahmen setzte sie sich und ihrer Partei auch schon: Wie auch im Wahlprogramm des Front National festgehalten, will Le Pen "Frankreich in fünf Jahren wieder in Ordnung bringen".

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 05. Februar 2017 um 17:15 Uhr.

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