Französische Kampfjets vom Typ "Rafale" starten vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle" | Bildquelle: AFP

Kampf gegen Terrormiliz Frankreich meldet Angriffe auf IS-Kommandozentrum

Stand: 25.11.2015 05:15 Uhr

Frankreich verstärkt mit dem Flugzeugträger "Charles de Gaulle" den Kampf gegen den IS. Jetzt soll ein von der Terrormiliz betriebenes Kommandozentrum im Westen der nordirakischen Stadt Mossul von französischen Kampfjets attackiert worden sein.

Französische Kampfflugzeuge haben einen Kommandostand der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) nahe der nordirakischen Stadt Mossul angegriffen und zerstört. Das verlautete am Rande des Washington-Besuchs von Frankreichs Präsident François Hollande aus Delegationskreisen. Die Angriffe hätten einer IS-Zentrale in Tal Afar gegolten, sagte ein französischer Regierungsvertreter in Washington. Das französische Verteidigungsministerium teilte später mit, dass auch ein Ausbildungslager der Dschihadisten angegriffen worden sei.

Die Kampfjets vom Type Rafale starteten demnach vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle", den das französische Militär nach den Anschlägen von Paris in das östliche Mittelmeer verlegt hatte. An dem fünfstündigen Einsatz seien auch US-Kampfflugzeuge beteiligt gewesen.

Französische Kampfjets vom Typ "Rafale" starten vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle" | Bildquelle: AFP
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Französische Kampfjets vom Typ "Rafale" starten vom Flugzeugträger "Charles de Gaulle"

Die "Charles de Gaulle" war vergangene Woche, wie schon vor den Anschlägen vom 13. November angekündigt, ins östliche Mittelmeer aufgebrochen, um von dort aus den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zu unterstützen. An Bord des mit Atomkraft angetriebenen Flugzeugträgers sind nach Marine-Angaben unter anderem 18 Rafale-Jagdbomber sowie acht Jagdbomber vom Typ Super Étendard. Mit ihnen verdreifacht sich die Zahl der französischen Kampfflugzeuge in der Region. Bislang waren lediglich je sechs Jets in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Jordanien stationiert.

Bombardements seit Sommer 2014

Frankreich gehört zu der internationalen Koalition, die seit Sommer 2014 unter Führung des US-Militärs die Dschihadisten in Syrien und im Irak bombardiert. Mit US-Präsident Barack Obama vereinbarte Hollande, die Luftangriffe auf die IS-Miliz in Syrien und im Irak zu verstärken.

Der Kampf gegen die IS-Miliz stand auch im Mittelpunkt des Treffens des französischen Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian mit seinem US-Kollegen Ashton Carter in Washington. Frankreich und die USA würden ihre Luftangriffe "verdichten" und Informationen über Ziele austauschen, sagte ein Pentagon-Sprecher. Einzelheiten zu der geplanten Ausweitung der Angriffe nannte er nicht.

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