"Vergleichbare Attacken geplant" Frankreich will Terroranschläge vereitelt haben

Stand: 25.01.2016 08:32 Uhr

Frankreich hat nach Auskunft der Regierung mehrere islamistische Attentate verhindert. Hinter den geplanten Attacken sollen die "gleichen Akteuren" wie bei den Anschlägen vom 13. November stecken. Der IS veröffentlichte unterdessen ein neues Propagandavideo.

Absperrung in der Straße in Saint-Denis, in der die Razzia stattfand | Bildquelle: dpa
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Polizisten in Saint-Denis bei Ermittlungen nach den Anschlägen vom 13. November.

In Frankreich sind nach Angaben von Innenminister Bernard Cazeneuve im vergangenen Jahr mehrere mit den Pariser Terroranschlägen vergleichbare Attacken vereitelt worden. Im Jahr 2015 seien elf Anschläge verhindert worden "von der Art wie die vom 13. November", sagte Cazeneuve im TV-Sender France 5.

"Einer davon drohte ein Konzert in einem Veranstaltungssaal anzugreifen, andere drohten mit massiven tödlichen Anschlägen gegen Franzosen auf Straßen und in Städten", sagte der Innenminister.

Bei den Anschlägen am 13. November in Paris und Saint-Denis hatten drei islamistische Killerkommandos in einem Musikclub, in Bars und Restaurants sowie am Fußballstadion Stade de France insgesamt 130 Menschen getötet. Cazeneuve sprach zudem von den "gleichen Akteuren" bei den vereitelten Anschlägen. Zu den November-Attacken hatte sich die von Frankreich im Irak und in Syrien bekämpfte Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) bekannt.

IS zeigt Paris-Attentäter

Der IS veröffentlichte unterdessen ein Video, dass die Attentäter von Paris zeigen soll. Darin sind Männer bei Gräueltaten wie etwa Enthauptungen und Erschießungen von Geiseln zu sehen. Das Video mit dem Titel "Tötet sie, wo Ihr sie findet" wurde auf dem IS-Medienportal "Al-Hajat" und auf islamistischen Websites gezeigt. Darin werden vier Belgier, drei Franzosen und zwei Iraker als die Täter präsentiert.

Zudem drohte die Gruppe in der Aufnahme mit Anschlägen auf Großbritannien und dessen Premierminister David Cameron. Frankreichs Außenministerium reagierte zunächst verhalten und erklärte, die Regierung prüfe das Video.

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