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Gewerkschaften und Arbeitgeber einigen sich
Der Arbeitsmarkt in Frankreich wird reformiert
Französische Gewerkschaften und der Arbeitgeberverband (Medef) haben sich nach zähen Verhandlungen auf eine Reform des Arbeitsmarkts verständigt. Wie die Arbeitgebervertreter am Abend mitteilten, sollen die starren Arbeitsmarktregeln in diesem Jahr gelockert werden. Die Übereinkunft ermögliche Arbeitgebern leichtere und schnellere Entlassungen im Fall einer Konjunkturflaute, so ein Medef-Sprecher. Zugleich werde es für die Arbeitgeber teurer, Arbeitnehmer in mehrfach aufeinanderfolgenden Zeitverträgen zu beschäftigen, anstatt ihnen einen Langzeitvertrag zu geben.
Drei der fünf an den Gesprächen beteiligten Gewerkschaften wollen den Kompromiss unterzeichnen. Eine formelle Einigung über die Lockerung der Arbeitnehmerrechte soll bereits in der nächsten Woche unter Dach und Fach gebracht werden. Seit Herbst vergangenen Jahres liefen die Gespräche.
Arbeitslosenquote bei zehn Prozent
Präsident François Hollande lobte die Einigung und forderte die Regierung auf, einen entsprechenden Gesetzentwurf zu erstellen. Mit der Reform hofft er die Arbeitslosigkeit im Land bekämpfen zu können. Die französische Regierung hatte beide Seiten zu Gesprächen ermuntert und darauf verwiesen, dass die hohen Einstellungskosten der globalen Wettbewerbsfähigkeit der französischen Unternehmen schadeten.
In Frankreich steigt die Arbeitslosenquote seit Monaten, derzeit liegt sie bei rund zehn Prozent. Viele Unternehmen des Landes fallen zudem im internationalen Wettbewerb immer weiter zurück. Sie machen dafür unter anderem zu hohe Arbeitskosten verantwortlich.
Stand: 12.01.2013 02:12 Uhr
