Der konservative französische Politiker Juppé in Bordeaux | Bildquelle: AFP

Frankreich-Wahl Juppé schließt Kandidatur aus

Stand: 06.03.2017 11:25 Uhr

Von seinen republikanischen Parteikollegen wurde Frankreichs Ex-Premier Juppé als möglicher Ersatz für den angeschlagenen Präsidentschaftskandidaten Fillon gehandelt. Doch der sagt nun überraschend ab.

Frankreichs Ex-Premierminister Alain Juppé hat eine Kandidatur für die kommende Präsidentschaftswahl endgültig ausgeschlossen. Er stehe nicht als Ersatz für den heftig kritisierten derzeitigen Kandidaten und Parteikollegen der Republikaner, François Fillon, zur Verfügung, sagte der Bürgermeister von Bordeaux. "Für mich ist es zu spät." Er sei nicht in der Lage, das Lager der bürgerlichen Rechten zu versammeln. Er verkörpere nicht den Aufbruch zu einer politischen Erneuerung, die von den Wählern gewünscht werde.

Konservative in der Krise: Juppé schließt Kandidatur aus
tagesschau 14:00 Uhr, 06.03.2017, Ellis Fröder, ARD Paris

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Sarkozy will vermitteln

Juppé war von mehreren Konservativen als Alternative zu Fillon gehandelt worden. Mit seiner Absage nimmt die Entwicklung in der Krise um Fillon nun eine überraschende Wendung. Fillon muss sich gegen Korruptionsvorwürfe wehren. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau und zwei damals noch studierende Kinder im Parlament und damit auf Kosten des Steuerzahlers scheinbeschäftigt zu haben.

Inzwischen hatte sich Frankreichs Ex-Präsident und Republikaner Nicolas Sarkozy in die Diskussion eingeschaltet. Er schlug ein Treffen Fillons mit ihm und dem ehemaligen Juppé im Tagesverlauf vor, um "einen Weg für einen würdigen und glaubwürdigen Ausweg aus einer Situation zu finden, die nicht weitergehen kann". 

Der konservative französische Politiker Sarkozy
galerie

Ex-Präsident Sarkozy will die Reihen der Konservativen schließen.

Fillon in den Umfragen abgestürzt

Die Korruptionsaffäre hat den einstigen Mitfavoriten Fillon für die Wahl in Umfragen abstürzen lassen; derzeit liegen der moderate Kandidat Emmanuel Macron und die rechte Kandidatin Marine Le Pen vorn. Wegen der Ermittlungen im Zusammenhang mit der Affäre wandten sich auch Mitglieder seines Wahlkampfteams und konservative Politiker von Fillon ab. Der als Saubermann angetretene Ex-Premier stritt die Vorwürfe aber vehement ab und weigerte sich, die Kandidatur für die Republikaner abzugeben.

Am Sonntag hatte Fillon während einer Demonstration in Paris vor Tausenden Anhängern seine Kandidatur für das Präsidentenamt bekräftigt. In einer Rede vor der Kulisse des Eiffelturms forderte er seine Wähler auf, trotz der laufenden Ermittlungen zu ihm zu halten.

Die erste Runde der Präsidentenwahl findet am 23. April statt. Mit einer Entscheidung wird aber erst in einer Stichwahl am 7. Mai gerechnet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. März 2017 um 12:00 Uhr.

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