Rettungsmission für russisches Forschungsschiff "Akademik Shokalskiy" aus Eis befreit

Stand: 07.01.2014 17:02 Uhr

Das seit fast zwei Wochen in der Antarktis festsitzende russische Forschungsschiff "MV Akademik Shokalskiy" hat sich nach Angaben des Kapitäns aus eigener Kraft befreit. "Wir setzen unsere Fahrt nordwärts fort, Kurs und Geschwindigkeit sind variabel", sagte Igor Kisseljow der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass. Der technische Zustand des Schiffes sei zufriedenstellend.

Die 22-köpfige russische Besatzung hatte an Bord ausgeharrt, seit die "Shokalskiy" am 25. Dezember auf dem Rückweg nach Neuseeland von Polareis eingeschlossen worden war.

52 Wissenschaftler, Touristen und Journalisten waren mit einem Hubschrauber des chinesischen Eisbrechers "Xue Long" (Schneedrachen) auf das australische Versorgungsschiff "Aurora Australis" in Sicherheit gebracht worden. Die "Xue Long" steckte dann jedoch am Freitag ihrerseits im Packeis fest. Inzwischen ist das Schiff wieder frei. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, die "Xue Long" habe eine 100-Grad-Drehung gemacht und das Eis weggeschoben. Dadurch sei die Eismasse aufgebrochen und habe einen Weg für das Schiff freigemacht.

Besatzung und Passagiere der eingeschlossenen "Akademik Shokalskiy" | Bildquelle: AFP
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74 Menschen feierten an Bord der "Shokalskiy" Silvester und Heiligabend in der Antarktis.

Heiligabend und Neujahr im Packeis

Die geretteten Passagiere sollen in etwa zwei Wochen in Australien eintreffen. Die Gruppe werde voraussichtlich am 22. Januar an Bord der "Aurora Australis" in Hobart auf der Insel Tasmanien ankommen, teilte die australische Antarktis-Behörde AAD mit. Zunächst werde aber ihre Ankunft in der australischen Forschungsstation Casey erwartet.

Passagiere und Crew hatten Heiligabend und Neujahr auf dem im Eis feststeckenden Schiff verbringen müssen. Die Rettung aus der Luft war beschlossen worden, nachdem mehrere Versuche gescheitert waren, mit Eisbrechern zu dem Forschungsschiff zu gelangen.

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