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Auch Regierungsmitglieder unter den Opfern
31 Tote bei Flugzeugunglück im Sudan
Bei der Explosion eines Flugzeugs im Sudan sind 31 Menschen ums Leben gekommen. Alle Menschen an Bord seien bei dem Unglück getötet worden, sagte ein Sprecher der Luftfahrtbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Seinen Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall aus noch ungeklärter Ursache in der Stadt Talodi in der sudanesischen Provinz Süd-Kordofan. Dort sei bei der Landung der Maschine eine Explosion zu hören gewesen. Unter den Opfern soll auch der Religionsminister des Landes gewesen sein, wie die amtliche Nachrichtenagentur SUNA meldete.
An Bord des Flugzeugs der sudanesischen Fluggesellschaft Sudan Airways war den Angaben zufolge eine Regierungsdelegation, die in der Stadt Talodi das Fest Eid al-Fitr zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan feiern wollte. Talodi liegt im ölreichen sudanesischen Bundesstaat Süd-Kordofan, nahe der Grenze zum Südsudan.
In der seit langem umkämpften Region sind Regierungstruppen gegen die Rebellen der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) im Einsatz. Die Friedensverhandlungen zwischen beiden Seiten sollen Ende August wieder aufgenommen werden. Formal gehören die umstrittenen, rohstoffreichen Grenzregionen bisher zum Sudan, jedoch beansprucht auch Südsudan die Gebiete für sich. Über die genaue Grenzmarkierung konnten sich die Konfliktparteien bisher nicht einigen.
Im Sudan kommt es relativ häufig zu Flugzeugunglücken, weil die Flotte veraltet ist. Da die Flugzeuge nicht den europäischen Sicherheitsanforderungen entsprechen, dürfen sie in der Europäischen Union nicht starten und landen.
Stand: 19.08.2012 14:55 Uhr
