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Mindestens ein Mensch hat den Flugzeugabsturz vor den Komoren überlebt. Nach offiziellen Angaben handelt es sich um ein 14-jähriges Mädchen. Sie sei erschöpft, aber weitgehend unverletzt, sagte Regierungssprecher Abdourahim Said Bacar der Nachrichtenagentur dpa. Nach unbestätigten Berichten soll das Mädchen eine Rettungsweste getragen haben. Auch drei Leichen seien aus dem Wasser geborgen worden, teilte ein Sprecher des komorischen Verkehrsministeriums mit. Im Wasser seien Wrackteile gefunden worden, darauf treibe ein Treibstofffilm.
[Bildunterschrift: Die Transall wird für den Rettungseinsatz beladen. ]
"Wir setzen sämtliche vorhandenen Mittel ein, Schiffe, Schlauchboote und Fischerboote", sagte er weiter. Auch Madagaskar beteilige sich mit Schiffen an der Suche. Frankreich entsandte zwei Militärschiffe und ein Transportflugzeug vom Typ Transall mit Ärzten und Tauchern an Bord, die morgen an der Unglücksstelle vor der ostafrikanischen Küste erwartet werden. Derzeit herrschen dort schlechtes Wetter und raue See.
Laut dem Vizepräsidenten der Komoren, Idi Nadhoim, ereignete sich das Unglück in den frühen Morgenstunden. Der Airbus A310 der staatlichen jemenitischen Fluggesellschaft Yemenia sei etwa 15 Minuten vor der Landung zwischen fünf und zehn Kilometer vor der Hauptinsel abgestürzt, sagte Ibrahim Kassim, ein Vertreter der regionalen Luftfahrt-Aufsicht Asecna. Der jemenitische Pilot hätte sich bei den Fluglotsen noch zur Landung angemeldet, teilte ein UN-Mitarbeiter auf dem Flughafen von Moroni mit. Danach sei der Kontakt abgebrochen.
Über die Absturzursache gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. In dem Gebiet war es in der Nacht zum Dienstag sehr windig und regnerisch. Airbus entsandte derweil ein Expertenteam zu den Komoren, das bei der Aufklärung des Unglücks helfen soll.
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An Bord des Airbus, der in der Nacht von der jemenitischen Hauptstadt Sanaa aus über Dschibuti in Richtung Moroni geflogen war, befanden sich 153 Insassen: 142 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder. Unter den Passagieren, die zum Großteil von den Komoren stammten und in Frankreich lebten, waren den Angaben zufolge drei Kleinkinder.
Nach Angaben des Außenministeriums in Paris befanden sich 66 Franzosen an Bord der Unglücksmaschine. 40 waren aus Paris gekommen, wo inzwischen ein Krisenstab eingerichtet wurde, und hatten nach einer Zwischenlandung in Sanaa das Flugzeug zur Weiterreise auf die Komoren gewechselt. 26 weitere Franzosen waren von Marseille aus nach Saana angereist.
Am Abend fand in einer Moschee der Pariser Vorstadt La Courneuve, wo ein Teil der Passagiere gewohnt hatte, eine Trauerfeier für die Angehörigen statt. Auch die Abendmesse in der Pariser Kathedrale Notre Dame wurde im Gedenken an die Opfer und ihre Angehörigen zelebriert.
Nach Angaben der französischen Regierung hatte der Airbus zahlreiche Mängel aufgewiesen. Der jemenitische Verkehrsminister teilte dagegen mit, dass das Flugzeug noch im Mai bei Airbus inspiziert worden war.
Zur Yemenia-Flotte, die mehr als 30 Ziele in Europa, Asien und Afrika ansteuert, gehören der Internetseite zufolge zehn Flugzeuge, darunter vier Airbus 310-300 sowie zwei Airbus 330-200.
Eine Maschine des Typs 330-200 war vor vier Wochen auf dem Weg von Brasilien nach Frankreich verunglückt. Keiner der 228 Menschen an Bord - darunter 28 Deutsche - überlebte. Experten vermuten, dass Mängel an den Geschwindigkeitssonden zum Absturz beigetragen haben könnten.
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