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In New York ist ein Passagierflugzeug in den eiskalten Hudson-Fluss gestürzt. Dank der meisterhaften Notlandung der Piloten haben alle 155 Insassen überlebt. Sie wurden in einer dramatischen Rettungsaktion aus dem eiskalten Wasser geborgen.
Fähren und Boote der Polizei und Küstenwache waren sofort zu dem Flugzeug geeilt, das bei Temperaturen um minus sieben Grad Celsius bis zu den Fenstern in die Fluten eintauchte. Die meisten Passagiere konnten sich über die Notausstiege auf die Tragflächen retten und wurden von den Booten aufgenommen. Ein Passagier brach sich beide Beine, Ersthelfer behandelten nach Angaben der Rettungsdienste etwa 80 Personen mit meist leichteren Verletzungen.
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Die Maschine der Gesellschaft US Airways war vom Flughafen LaGuardia gestartet und wollte nach Charlotte, North Carolina, fliegen. Ein Sprecher der Fluglotsenvereinigung, Doug Church, sagte, der Pilot habe kurz nach dem Start einen "doppelten Vogelschlag" gemeldet. Nachdem offenbar beide Triebwerke ausgefallen waren, kündigte der Flugkapitän den Passagieren und seiner Crew an, auf dem Hudson-River notwassern zu müssen. Das Flugzeug ging wenig später unmittelbar vor den Hochhäusern von Manhattan in Höhe der 48. Straße nieder.
Ein Passagier berichtete, das Flugzeug sei ziemlich hart aufgeprallt, aber alles sei in Ordnung gewesen. Mitreisende erzählten von einem lauten Knall und Maschinenausfall etwa drei Minuten nach dem Start. Viele hätten sich geduckt und gebetet. Ein Insasse sagte: "Es war heftig. Man muss es dem Piloten zugute halten: Er hat eine höllisch gute Landung gemacht."
[Bildunterschrift: Der Held vom Hudson: Chesley Sullenberger, Pilot mit 40 Jahren Flugerfahrung ]
Dieser Ansicht ist auch der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, selbst ein erfahrener Pilot. Er lobte den Flugkapitän der Fluggesellschaft US Airways, bei dem es sich um einen ehemaligen Kampfjetpiloten, den 57-jährigen Chesley Sullenberger, handelt. Er habe einen "wundervollen Job" gemacht, sagte Bloomberg. Er sei das Flugzeug zweimal abgegangen und habe sich vergewissert, dass niemand mehr an Bord sei, bevor er selbst die Maschine verlassen habe. Der New Yorker Gouverneur David Patterson sprach von einem "Wunder auf dem Hudson".
Nach Angaben der US-Luftaufsichtsbehörde FAA wurden in den USA zwischen 1990 und 2005 rund 65.000 Zwischenfälle mit Vogelschlag gemeldet - etwa einer auf 10.000 Flüge. "Sie würgen buchstäblich das Triebwerk ab und es fällt aus", sagte ein pensionierter Delta-Airlines-Pilot, Joe Mazzone. Fluglotsen wiesen Piloten regelmäßig auf Vögel in ihrer Flugbahn hin.
Ob wirklich ein Vogelschlag die Ursache für den Ausfall der Triebwerke der zehn Jahre alten Maschine war, werden jetzt Experten untersuchen. Sie bekommen dabei Unterstützung von Fachleuten des europäischen Flugzeugbauers Airbus, die der Konzern aus Toulouse nach New York entsendet. Für einen Terroranschlag gibt es laut der US-Bundespolizei FBI jedenfalls keine Anzeichen.
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