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Syrisches Flugzeug in Ankara

Spannungen zwischen Syrien und der Türkei

Flugzeug soll Frühwarnsystem transportiert haben

Das von der Türkei gestoppte syrische Passagierflugzeug soll nach Angaben russischer Medien keine Waffen, sondern zwölf Kisten mit Teilen eines Frühwarnsystems an Bord gehabt haben. Die Ladung sei für die Reisenden ungefährlich gewesen, sagte ein nicht namentlich genannter Mitarbeiter der russischen Rüstungsbranche der Zeitung "Kommersant".

Westerwelle ruft zur Besonnenheit auf

Außenminister Guido Westerwelle rief alle Seiten zu Besonnenheit auf. "Wir müssen sorgfältig darauf achten, dass wir hier nicht in eine Eskalationsspirale geraten, an deren Ende dann ein Flächenbrand steht, der die gesamte Region anzünden kann", sagte Westerwelle. Auf der Rückreise von einem dreitägigen China-Besuch will er am Samstag Zwischenstation in Istanbul machen. Geplant ist ein Treffen mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu.

Die USA stellte sich derweil hinter die Türkei. Zwar nahm man in Washington nicht ausdrücklich Bezug auf die zur Landung gezwungene Maschine. Jedoch stehe die US-Regierung hinter Verbündeten, die versuchten, Waffenlieferungen an das Regime von Baschar al Assad zu verhindern, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Josh Earnest. Dies gelte besonders für die Türkei.

Offenbar Militärmaterial aus Moskau an Bord
nachtmagazin 00:04 Uhr, 12.10.2012, Thomas Stephan, ARD Kairo

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Kurz zuvor hatte der türkische Regierungschef Erdogan vom Fund "militärischer Güter" in dem syrischen Passagierflugzeug gesprochen. Ein russischer Rüstungshersteller habe dies an das Verteidigungsministerium in Damaskus schicken wollen, sagte Erdogan dem türkischen Fernsehsender NTV. Absender sei die russische Behörde für Industrie und Chemie.

Die beschlagnahmten Güter würden nun von den Behörden näher untersucht. Genauere Angaben über die Art des Fundes machte Erdogan nicht. In Medienberichten ist inzwischen von Kommunikationsausrüstung, Störsendern und Raketenteilen die Rede. Das gestoppte Flugzeug fliegt die Strecke Moskau-Damaskus zwei Mal pro Woche. Auch woher die Informationen über die verdächtige Ladung bei dem Flug am Mittwoch stammten, wollte Erdogan nicht sagen.

Die Türkei beschwerte sich über das syrische Konsulat in Istanbul über eine Verletzung des türkischen Luftraums und einen Verstoß gegen die Bestimmungen der internationalen Luftfahrt. Entsprechende Transporte müssten zehn Tage vorher angemeldet werden.

Hintergründe zu den Spannungen zwischen der Türkei und Syrien
tagesschau24 15:00 Uhr, 12.10.2012, Claus Singer, ARD Rom

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Stand: 12.10.2012 11:58 Uhr

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