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Waffenschmuggel befürchtet
Türkei zwingt syrische Maschine zur Landung
Flugzeuge der türkischen Luftwaffe haben ein syrisches Passagierflugzeug zur Landung in Ankara gezwungen.
Der türkischen Luftfahrtbehörde zufolge waren 37 Passagiere an Bord der Maschine, die auf dem Weg von Moskau nach Damaskus war. Laut Medienberichten schickte die Luftwaffe mehrere Kampfflugzeuge vom Typ F-16 los, um die Landung des Airbus zu erzwingen.
Das türkische Außenministerium bestätigte den Vorfall und teilte mit, Beamte würden das Flugzeug durchsuchen. Die Maschine sei zur Landung gezwungen worden, weil die Türkei darüber informiert worden sei, dass an Bord "bestimmte Ausrüstungsgegenstände sind, die gegen die Vorschriften der zivilen Luftfahrt verstoßen", sagte Außenminister Ahmet Davutoglu in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender TRT.
Kampfjets zwingen syrischen Airbus zur Landung
R. Baumgarten, ARD Istanbul
10.10.2012 21:52 Uhr
Warnung vor syrischem Luftraum
Gleichzeitig warnten die türkischen Behörden die Fluggesellschaften des Landes davor, den syrischen Luftraum zu durchqueren. Noch ist unklar, ob zwischen beiden Entwicklungen ein Zusammenhang besteht.
Türkische Medien berichten außerdem, eine Maschine von Turkish Airlines sei angewiesen worden, Syrien aus Sicherheitsgründen nicht zu überfliegen. Sie habe islamische Pilger von der türkischen Stadt Bursa in die saudische Stadt Dschidda bringen sollen. Der TV-Sender CNN Türk meldete, das Flugzeug sei in der Türkei in der Stadt Adana gelandet.
Angespannte Beziehungen
Die Beziehungen zwischen der Türkei und Syrien sind äußerst angespannt. Die Türkei stellt sich im Syrien-Konflikt offen auf die Seite der Aufständischen und hat etwa 100.000 Flüchtlinge und Oppositionelle aufgenommen. Seit rund einer Woche schlagen im türkischen Grenzgebiet immer wieder Granaten aus Syrien ein, die Türkei feuert zurück. Russland hingegen ist ein enger Verbündeter von Syriens Machthaber Baschar al Assad und dessen wichtigster Waffenlieferant.
Stand: 10.10.2012 23:37 Uhr
