Flüchtlinge aus dem Südsudan sitzen im Flüchtlingslager Bidi Bidi in Yumbe, Uganda zusammen. | Bildquelle: dpa

UN-Gebergipfel Uganda braucht mehr Geld für Flüchtlinge

Stand: 23.06.2017 20:58 Uhr

Uganda bewältigt den Löwenanteil von Afrikas größter Flüchtlingskrise. Knapp eine Million Südsudanesen hat das Land aufgenommen. Dabei stößt es an seine Grenzen. Die Weltgemeinschaft verspricht finanzielle Unterstützung - doch diese reicht nicht aus.

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Weltgemeinschaft zu mehr Unterstützung für die Flüchtlingshilfe in Uganda aufgerufen. Das ostafrikanische Land sei derzeit mit "dem größten Exodus an Flüchtlingen in Afrika seit dem Genozid in Ruanda" 1994 konfrontiert, sagte Guterres bei einer Geberkonferenz in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Nirgendwo sonst auf der Welt steige die Zahl der Flüchtlinge schneller.

UN-Gebergipfel zur Flüchtlingskrise in Afrika
tagesschau 20:00 Uhr, 23.06.2017, Sabine Bohland, ARD Nairobi

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Das Land müsse in diesen Zeiten der Herausforderung unterstützt werden, sagte er. Bei der Konferenz seien insgesamt rund 358 Millionen US-Dollar (320 Millionen Euro) von den anwesenden internationalen Delegierten zugesichert worden, twitterte das ugandische Außenministerium - deutlich weniger als die von der ugandischen Regierung erhofften acht Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro) für die nächsten vier Jahre.

Deutschland sagt 50 Millionen Euro zu

Die Bundesregierung werde Uganda mit 50 Millionen Euro unterstützen, hatte Außenminister Sigmar Gabriel mitgeteilt. Davon gehen demnach 14 Millionen Euro in die humanitäre Hilfe, der Rest in die Entwicklungszusammenarbeit. Die EU versprach Unterstützung in Höhe von 85 Millionen Euro.

UN Refugee Agency @Refugees
Of the 1.9 million South Sudanese who have fled the country, half have gone to Uganda. #UGsummit https://t.co/TD42KWjfK9

Der seit 2013 andauernde Bürgerkrieg im Südsudan hat nach UN-Angaben rund 3,8 Millionen Menschen in die Flucht getrieben - die inzwischen größte Flüchtlingskrise Afrikas. Knapp eine Million haben im Nachbarland Uganda Zuflucht gefunden. Geflüchtete können dort unter anderem arbeiten und bekommen Land zugewiesen.

Allerdings ist die Belastung für Uganda finanziell kaum zu schultern. Bis Mai war weniger als ein Fünftel der vom UN-Flüchtlingshilfswerk für Uganda geforderten Hilfsgelder von 673 Millionen Dollar (624 Millionen Euro) eingegangen. "Wenn die internationale Gemeinschaft uns hilft, dann werden wir es schaffen", sagte der ugandische Präsident Yoweri Museveni bei der Konferenz. Vor allem werde mehr Unterstützung für die in Städten lebenden Flüchtlinge sowie für Infrastruktur in Regionen, die Geflüchtete aufgenommen haben, benötigt.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Juni 2017 um 20:00 Uhr.

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