Forensiker untersuchen den LKW bei Parndorf (27.08) | Bildquelle: dpa

Nach Flüchtlingstragödie Fünfter Verdächtiger gefasst

Stand: 30.08.2015 12:29 Uhr

Nach der Flüchtlingstragödie in Österreich hat die Polizei einen fünften Verdächtigen festgenommen. Der Mann stamme aus Bulgarien, so die ungarische Polizei. Vier weitere Schlepper sitzen bereits in Untersuchungshaft.

Die ungarische Polizei vermeldet nach der Flüchtlingstragödie in Österreich eine weitere Festnahme. Ein vierter Bulgare wurde gefasst. Er steht in Verdacht, zusammen mit drei Landsleuten und einem Afghanen Flüchtlinge nach Österreich geschmuggelt zu haben. 71 Menschen starben in dem Lkw.

Vier Verdächtige in U-Haft

Ein ungarisches Gericht hat bereits gestern Untersuchungshaft gegen vier mutmaßliche Schlepper angeordnet. Die vier Verdächtigen blieben bis zum 29. September in U-Haft, sagte der Vorsitzende Richter in Kecskemet, Ferenc Bicskei. Die Männer waren am Freitag in Ungarn gefasst worden.

Die Polizei versucht weiterhin, die Identität der Opfer zu klären. Dazu überprüft sie die Daten der im Lkw gefundenen Handys. Die Leichen der 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder werden in der Gerichtsmedizin in Wien untersucht.

Der Lkw war am Donnerstag in einer Pannenbucht auf der Autobahn A4 bei Parndorf südöstlich von Wien gefunden worden. Dort hatte er nach Angaben der Ermittler etwa 24 Stunden gestanden. Noch am Mittwoch soll das Fahrzeug - ein Kühllastwagen mit ungarischem Kennzeichen und dem Logo eines slowakischen Geflügelhändlers - im Raum Budapest gesehen worden sein.

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