Ansturm auf spanische Exklave Melilla 100 Afrikaner überwinden Grenzzaun

Stand: 24.02.2014 12:49 Uhr

Bei einem neuen Ansturm auf die spanische Exklave Melilla sind rund 100 afrikanische Flüchtlinge von Marokko aus in das EU-Gebiet gelangt. Insgesamt hätten etwa 500 Menschen gemeinsam versucht, die Absperrungen entlang der Grenze zu überwinden, teilte die Verwaltung der Küstenstadt mit. Der Angriff sei "sehr gewaltsam" gewesen, die Angreifer hätten marokkanische und spanische Grenzschützer mit Schlagstöcken und Steinen angegriffen.

Ankunft afrikanischer Flüchtlinge in Melilla. | Bildquelle: REUTERS
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Rund 100 afrikanische Flüchtlinge sind von Marokko aus in das EU-Gebiet gelangt.

Melilla ist ebenso wie die Stadt Ceuta eine spanische Exklave an der marokkanischen Mittelmeerküste. Die beiden Gebiete haben die einzigen Landgrenzen zwischen der EU und Afrika. Sie sind daher ein begehrtes Ziel afrikanischer Migranten. In Melilla versuchen diese, über den sieben Meter hohen Grenzzaun zu gelangen. In Ceuta versuchen die Flüchtlinge vor allem über das Wasser die Grenze zu passieren.

Bereits vor einer Woche hatten 150 afrikanische Flüchtlinge über Melilla EU-Gebiet erreicht. Anfang Februar waren in Ceuta mindestens 14 Flüchtlinge im Meer ertrunken. In der Folge entbrannte in Spanien eine heftige Debatte über das Verhalten der Sicherheitskräfte, die zusammen mit ihren marokkanischen Kollegen die Flüchtlinge zurückgedrängt hatten. Die Regierung in Madrid gab inzwischen zu, dass Gummigeschosse eingesetzt wurden, um die Flüchtlinge abzuwehren.

Afrikanischen Flüchtlinge erreichen spanische Nordafrika-Exklave
tagesschau 20:00 Uhr, 24.02.2014

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