Karte: Griechenland mit Athen und der Insel Agathonisi

Flüchtlingsboot gesunken 16 Migranten in der Ägäis ertrunken

Stand: 17.03.2018 21:01 Uhr

Beim Kentern eines Bootes sind vor der griechischen Insel Agathonisi mindestens 16 Migranten ums Leben gekommen. Drei Insassen konnten sich retten und die Behörden informieren.

Bei einer versuchten Überfahrt aus der Türkei auf die griechische Insel Agathonisi sind mindestens 16 Migranten ertrunken. Drei Menschen konnten nach dem Kentern eines Holzbootes einen Strand der Insel erreichen und die Behörden alarmieren, teilte die griechische Küstenwache mit. Unter den Opfern seien mindestens vier Kinder.

Flüchtlinge vor Griechenland ertrunken
tagesschau 20:00 Uhr, 17.03.2018

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Nach Angaben der Küstenwache war das Boot bei mittelstarkem Seegang gekentert und wenige hundert Meter vor der griechischen Insel untergegangen. Die Such- und Rettungsaktion werde fortgesetzt. Die drei Geretteten hätten erklärt, dass in dem Holzboot etwa 21 Menschen gesessen hätten.

Erstes großes Flüchtlingsunglück in der Ägäis 2018

Es waren nach offiziellen Angaben die ersten Migranten, die dieses Jahr in der Ägäis ums Leben kamen. 2017 starben dort nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) 54, 2016 hatten 441 und im Jahr 2015 insgesamt 799 Menschen dort ihr Leben verloren.

Zwar ist nach dem Abschluss des Flüchtlingsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Türkei die Zahl der Migranten zurückgegangen, die über Griechenland nach Europa kommen. Doch noch immer versuchen Dutzende und manchmal Hunderte Menschen pro Woche, von der türkischen Küste aus auf die griechischen Inseln zu gelangen. Die meisten stechen dabei in unsicheren Schlauchbooten oder anderen nicht seetüchtigen Booten in See.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. März 2018 um 14:00 Uhr.

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