Griechenland mit der Insel Lesbos und die Türkei mit den Städten Istanbul und Izmir

Boote in der Ägäis gesunken 27 Flüchtlinge ertrunken

Stand: 08.02.2016 16:56 Uhr

Auch in den Wintermonaten wagen viele Flüchtlinge den gefährlichen Weg über das Meer. Vor der türkischen Küste sank dabei ein Boot, das auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos waren. Mindestens 27 Menschen ertranken.

Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor der türkischen Küste sind nach Angaben der Küstenwache mindestens 27 Menschen ertrunken, darunter elf Kinder. Lediglich vier Menschen konnten lebend gerettet werden. Die Rettungsmannschaften setzten allerdings die Suche nach weiteren Überlebenden fort.

Das Boot sei von der Küste des westtürkischen Bezirks Edremit aus gestartet, berichteten mehrere Nachrichtenagenturen. Es war demnach auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos. Woher die Opfer stammten, ist bislang nicht bekannt.

Entgegen ersten Meldungen gab es kein zweites Unglück - die zunächst zwei verschiedenen Booten zugeordneten Opfer stammten nach korrigierten Angaben türkischer Nachrichtenagenturen vom selben Boot.

Hunderte Todesopfer seit Jahresbeginn

Die Türkei hat nach eigenen Angaben rund 2,5 Millionen Flüchtlinge alleine aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen. Viele Migranten wagen trotz schlechter Wetterbedingungen die gefährliche Überfahrt nach Griechenland.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben seit Jahresbeginn bereits 374 Flüchtlinge beim Versuch, von der Türkei aus mit dem Boot das EU-Mitgliedsland Griechenland zu erreichen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. Februar 2016 um 14:00 Uhr.

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