Flüchtlinge werden in Pozzallo auf Sizilien registriert. | Bildquelle: REUTERS

Auf dem Weg nach Europa Wieder mehr Flüchtlinge übers Mittelmeer

Stand: 30.03.2016 11:29 Uhr

Flüchtlinge versuchen wieder verstärkt über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Gründe sind das wärmere Wetter und die geschlossene Balkanroute. Die italienische Küstenwache hat allein am Dienstag 1400 Menschen aus Seenot gerettet.

Von Sarah Zerback, ARD-Studio Rom

Es sind Zahlen, die Erinnerungen wecken an das Rekordjahr 2014: Seit Januar hat die italienische Küstenwache bereits rund 17.000 Migranten und Flüchtlinge zwischen Libyen und Sizilien aus Seenot gerettet und damit deutlich mehr als im selben Zeitraum 2015.

Wie das italienische Innenministerium mitteilte, seien allein am Dienstag mehr als 1400 Menschen gerettet worden - in insgesamt elf Einsätzen im Mittelmeer. Diese wurden in einer koordinierten Aktion von Küstenwache, italienischer Marine und der Rettungsmission der EU durchgeführt. Die Asylsuchenden wurden zunächst zu Häfen im Süden Italiens gebracht, um dort ihre Dokumente zu überprüfen. Unterdessen sind in der sizilianischen Hafenstadt Pozzallo etwa 730 Geflüchtete eingetroffen, die bereits in den vergangenen Tagen gerettet wurden.

Seenotrettung von Flüchtlingen vor Griechenland
tagesschau24 14:00 Uhr, 30.03.2016, Stephanie Stauss, ARD Rom, zzt. Athen

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Wieder mehr Menschen übers Mittelmeer

Die italienische Regierung rechnet damit, dass sich nun - bei steigenden Temperaturen - wieder mehr Menschen auf die gefährliche Fluchtroute über das Mittelmeer aufmachen.

Weiter verschärfen könnte sich die Situation außerdem dadurch, dass die Balkanroute zwischen seit dem Rücknahmeabkommen zwischen EU und Türkei blockiert ist. In den kommenden Wochen könnten sich zehntausende Syrer, Iraker und Afghanen auf den Weg nach Süditalien machen. Aktuell kommen die meisten Menschen, die über die Italienroute flüchten, aus Eritrea, Nigeria oder dem Senegal.

Wieder mehr Flüchtlinge auf Italienroute
S. Zerback, ARD Rom
30.03.2016 10:00 Uhr

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