Hauptsitz der FIFA in Zürich  | Bildquelle: AFP

Ermittlungen in der FIFA-Affäre Schweiz friert 80 Millionen Dollar ein

Stand: 30.12.2015 16:16 Uhr

Im Zuge der Ermittlungen bei der FIFA haben Schweizer Behörden 13 Bankkonten gesperrt und 80 Millionen Dollar eingefroren. Damit kommt die Schweiz Rechtshilfeersuchen der US-Justiz nach: Die ermittelt wegen mutmaßlicher organisierter Kriminalität, Geldwäsche und Bestechung.

Die Schweiz hat im Zuge der FIFA-Korruptionsaffäre rund 80 Millionen Dollar auf insgesamt 13 Bankkonten gesperrt. Grundlage für den Schritt sei ein Rechtshilfeersuchen der US-Behörden, teilte das Schweizer Bundesamt für Justiz mit. Die USA könnten später die Herausgabe des Geldes beantragen.

Gestützt auf diverse US-Rechtshilfeersuchen hätten die Schweizer Behörden Daten zu rund 50 Konten bei zehn verschiedenen Banken erhoben, erklärte das Bundesamt. Über die Konten sollen Bestechungsgelder an hochrangige FIFA-Funktionäre geflossen sein. Laut dem Schweizer Bundesamt für Justiz sollen die Bestechungsgelder für die Vergabe von Vermarktungsrechten im Zusammenhang mit Fußballturnieren in Lateinamerika und in den USA geflossen sein.

Einige der Beweismittel seien an die US-Behörden übermittelt worden. Sie hatten den größten Skandal in der Geschichte des Weltfußballverbands ins Rollen gebracht. Die US-Justiz ermittelt wegen mutmaßlicher organisierter Kriminalität, Geldwäsche und Bestechung.

In der Schweiz untersuchen die Behörden, ob bei der Vergabe der WM-Turniere 2018 an Russland und 2022 an Katar FIFA-Funktionäre bestochen wurden. Im Sog der Korruptionsaffäre musste Verbandspräsident Joseph Blatter seinen Posten räumen. Die FIFA verhängte gegen ihn und UEFA-Chef Michel Platini eine Sperre von jeweils acht Jahren.

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