WM-Plakat 2006 und Weltmeister-Trophäe | Bildquelle: dpa

WM-Affäre 2006 Razzien in der Schweiz

Stand: 30.11.2016 12:55 Uhr

Im Zusammenhang mit der Affäre um die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 haben Ermittler Hausdurchungen in der Schweiz durchgeführt. Die Razzien sollen im Zusammenhang mit einer Zahlung des DFB an Ex-Adidas-Chef Louis-Dreyfus stehen.

Die Bundesanwaltschaft der Schweiz hat Hausdurchsuchungen im deutschsprachigen Teil des Landes bestätigt. Razzien gab es bereits am 23. November an mehreren Standorten. Die Ermittlungen stehen in Zusammenhang mit Zahlungen des Deutschen Fußball-Bundes in Höhe von 6,7 Millionen Euro an den ehemaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus, bestätigte die Behörde.

WM-Plakat 2006 | Bildquelle: dpa
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Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersabach sind bei den Untersuchungen über die WM-Vergabe 2006 ins Visier der Ermittler geraten.

Robert Louis-Dreyfus | Bildquelle: picture alliance / dpa
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Geprüft wird, ob es Zahlungen in Höhe von 6,7 Millionen an den ehemaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus gegeben hat.

Zu den Beschuldigten zählt nun auch der frühere Generalsekretär des Weltfußballverbandes FIFA, Urs Linsi. Bisher wird unter anderem wegen Betrugsverdachts gegen den früheren DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, den damaligen Organisationskomitee-Chef Franz Beckenbauer, den ehemaligen DFB-Chef Theo Zwanziger sowie den Ex-DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt ermittelt. Alle waren Mitglieder des Organisationskomitees für die später als "Sommermärchen" in die Sportgeschichte eingegangene WM.

Untersucht wird nach wie vor, ob im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zweifelhafte Zahlungen an einen früheren FIFA-Offiziellen gegeben hat.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 30. November 2016 um 12:45 Uhr.

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