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Nach bundesweiten Duchsuchungen
Vier Festnahmen wegen Verstoßes gegen Iran-Embargo
Die Bundesanwaltschaft hat vier Verdächtige festnehmen lassen, die Teile für Schwerwasserreaktoren an den Iran geliefert haben sollen. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) erließ Haftbefehl gegen drei Deutsch-Iraner und einen Deutschen. Ihnen werden Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Iran-Embargo vorgeworfen.
Bei den Durchsuchungen der Geschäftsräume und Wohnungen der vier Beschuldigten in Hamburg, Oldenburg, Weimar und Halle waren 90 Beamte des Zollfahndungsdienstes im Einsatz. Den Ermittlungen zufolge lieferten die vier Männer Ventile, die für den Bau eines Schwerwasserreaktors notwendig sind. Die Lieferungen seien Teil eines Gesamtauftrags im Umfang von mehreren Millionen Euro gewesen, erklärte die Bundesanwaltschaft. Der Transport sei über Tarnfirmen in der Türkei und Aserbaidschan abgewickelt worden. Dass die Teile von dort aus an das für den Bau des Reaktors zuständige iranische Unternehmen weitergeleitet wurden, sei den Beschuldigten bewusst gewesen.
Stand: 15.08.2012 12:39 Uhr
