Propheten-Moschee in Medina | Bildquelle: REUTERS

Nach Anschlag auf Moschee 46 Festnahmen in Saudi-Arabien

Stand: 30.04.2017 18:02 Uhr

Neun Monate nach dem Anschlag auf eine der bedeutendsten Moscheen der arabischen Welt haben saudische Sicherheitskräfte 46 Menschen festgenommen. Im Juli vergangenen Jahres hatte sich ein Mann vor der Moschee des Propheten Mohammed in die Luft gesprengt.

Saudische Sicherheitskräfte haben Staatsmedien zufolge 46 Menschen festgenommen. Sie sollen an einem schweren Anschlag nahe einer der bedeutendsten Moscheen der arabischen Welt beteiligt gewesen sein.

Die staatliche Nachrichtenagentur Spa berichtet unter Berufung auf das Innenministerium, dass es sich bei den Verdächtigen um 32 saudische Staatsangehörige und 14 Ausländer handle. "Die Ermittlungen ergaben, dass sie direkt in das Verbrechen gegen Gläubige in der heiligen Moschee des Propheten verwickelt waren", hieß es in dem Statement.

Anschlag im Fastenmonat

Im Juli 2016 hatte sich ein Mann im heiligen Fastenmonat Ramadan vor der Prophetenmoschee in Medina in die Luft gesprengt und vier Polizisten mit in den Tod gerissen. In dem Gotteshaus befindet sich das Grab des Propheten Mohammed.

Das ultrakonservative Saudi-Arabien hat ein Terrorproblem. Immer wieder begehen Extremisten Anschläge in dem Land.

Im Moment befindet sich die Kanzlerin zu Gesprächen in Saudi-Arabien.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. April 2017 um 18:00 Uhr

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