Videostill von der Festnahme, herausgegeben vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB | Bildquelle: REUTERS

Anschlag in St. Petersburg Mutmaßlicher Drahtzieher festgenommen

Stand: 17.04.2017 19:42 Uhr

Zwei Wochen nach dem Anschlag auf die Metro in St. Petersburg haben russische Sicherheitskräfte einen mutmaßlichen Drahtzieher festgenommen. Er habe "Selbstmordattentäter ausgebildet". Damit sprechen die Behörden erstmals von einem Selbstmordattentat.

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat einen weiteren mutmaßlichen Unterstützer des Selbstmordattentäters von St. Petersburg festgenommen. Ein 1990 geborener Mann aus Zentralasien sei in der Region Moskau festgenommen worden, erklärte der FSB laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen. Er habe "den Selbstmordattentäter Akbarschon Dschalilow ausgebildet".

Erstmals von Selbstmordattentat die Rede

Dschalilow hatte am 3. April in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen mit in den Tod gerissen. Es war das erste Mal, dass die russischen Behörden im Zusammenhang mit Dschalilow von einem Selbstmordattentäter sprachen. Bislang hatten sie erklärt, Dschalilow habe die tödliche Bombe "gezündet".

Wenige Tage nach dem Anschlag hatte die russische Justiz bereits acht Festgenommene wegen "Unterstützung des Terrorismus" beschuldigt. Sechs von ihnen waren in St. Petersburg und die beiden anderen in Moskau festgenommen worden. Sechs der Verdächtigen stammen aus Zentralasien. Der Attentäter selbst stammte aus Kirgistan. Das Motiv für den Anschlag ist weiter unklar, die Ermittler prüfen jedoch mögliche Verbindungen Dschalilows zur Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat".

1/7

Explosion in der Metro von St. Petersburg

Bombenexplosion in der Metro St. Petersburg

Trauer und Entsetzen in St. Petersburg: Ein Mann legt an der Metrostation Sennaja Ploschtschad Blumen nieder - in Trauer um die Opfer der Explosion. | Bildquelle: REUTERS

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. April 2017 um 20:00 Uhr

Darstellung: