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Nach Schiffsunglück vor afrikanischer Küste

63 Tote vor Sansibar- Kaum Hoffnung auf Überlebende

Nach dem Untergang der "MV Skagit" vor der Tropeninsel Sansibar schwinden die Chancen, noch Überlebende zu finden. 63 Leichen wurden inzwischen geborgen, rund 80 Menschen werden noch immer vermisst. Sie werden im Inneren des Schiffes vermutet. Unter den gestern Geretteten befanden sich vier Deutsche. Sie werden von Botschaftsmitarbeitern betreut.

Touristen werden nach dem Fährunglück auf Sansibar in Sicherheit gebracht
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Touristen werden nach dem Fährunglück auf Sansibar in Sicherheit gebracht.

Menschen stehen auf der umgekippten Fähre
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Die Fähre ist auf dem Weg nach Sansibar bei starkem Wind gesunken.

Monsterwelle als Unglücksursache?

Überlebende berichteten, eine Monsterwelle habe die Fähre erfasst, die daraufhin zur Seite gekippt sei. "Viele Passagiere wurden - ebenso wie ich - ins Wasser geschleudert. Es gab ein totales Chaos, jeder kämpfte für sich selbst, Schreie erfüllten die Luft", zitierte die tansanische Zeitung "The Citizen" den Augenzeugen Hassan Khatib.

Unglücksfähre war offenbar seetüchtig

Die Fähre war nach Angaben einer kanadischen Firma, die den Verkauf des Schiffs vermittelt hatte, seetüchtig. Zum Zeitpunkt des Verkaufs im vergangenen Jahr hätten die "MV Skagit" und ihr Schwesterschiff alle Anforderungen der US-Küstenwache für eine Betriebserlaubnis erfüllt und seien vor dem Auslaufen korrekt inspiziert worden, erklärte ein Vertreter der Firma Scope Community Consultants in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP.

Fähre hatte 287 Menschen an Bord

Karte Tansania und Sansibar
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Das Fährunglück ereignete sich vor der ostafrikanischen Küste bei Sansibar

Die Fähre hatte nach Regierungsangaben 287 Menschen an Bord. Sie war vorgestern Mittag in der tansanischen Hafenstadt Daressalam in See gestochen und offenbar bei starkem Wind in Seenot geraten. Die tansanische Zeitung "The Citizen" hatte zuvor berichtet, dass bis zu 400 Menschen an Bord gewesen sein könnten, darunter etwa 30 Kinder.

Ziel der Fähre war die etwa zwei Stunden entfernte Insel Unguja, die Hauptinsel von Sansibar. Das Unglück passierte 48 Kilometer von Unguja entfernt, in der Nähe der Insel Pungume. Erst im September war vor Sansibar eine Fähre gesunken. Von den 800 Passagieren auf der völlig überfüllten "MV Spice Islander" waren mehr als 200 ums Leben gekommen. Der Archipel Sansibar gehört zu Tansania, hat aber eine gewisse Autonomie. Die Insel liegt direkt vor der ostafrikanischen Küste.

Stand: 20.07.2012 11:56 Uhr

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