Firmenlogo von Exxon | Bildquelle: AFP

Sanktionen gegen Russland Keine Ausnahmen für Exxon

Stand: 21.04.2017 22:53 Uhr

Exxon bekommt keine Erlaubnis, gemeinsam mit dem russischen Staatskonzern Rosneft nach Öl zu bohren. US-Finanzminister Mnuchin teilte mit, dass es für kein Unternehmen Ausnahmen von den Sanktionen gegen Russland geben werde.

Der US-Ölkonzern ExxonMobil ist mit seinem Antrag auf eine Ausnahmeregelung von den Sanktionen gegen Russland bei der amerikanischen Regierung gescheitert. Nach Beratungen mit Präsident Donald Trump habe sein Ministerium beschlossen, keinem US-Unternehmen - auch nicht Exxon - solche Zugeständnisse zu machen, teilte Finanzminister Steven Mnuchin mit.

Ölbohrungen im Schwarzen Meer

Tillerson | Bildquelle: REUTERS
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Der ehemalige Exxon-Chef Tillerson ist heute unter Trump Außenminister.

Der US-Branchenriese wollte sich die Erlaubnis holen, gemeinsam mit dem russischen Staatskonzern Rosneft im Schwarzen Meer nach Öl zu bohren. Exxon und Rosneft hatten im Jahr 2012 eine Partnerschaft geschlossen, um Energievorkommen in der Arktis und im Schwarzen Meer auszubeuten. Im Gespräch sind Investitionen von 500 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2014 erließen die EU und die USA dann unter anderem wegen der Annexion der ukrainischen Krim Strafmaßnahmen gegen Russland.

Der Antrag, über den zunächst das "Wall Street Journal" berichtet hatte, sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil die Partnerschaft mit Rosneft 2012 unter dem damaligen Exxon-Chef Rex Tillerson eingefädelt wurde - Trumps heutigem Außenminister. Zudem überprüfen Kongressabgeordnete die mutmaßlichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfhelfern und Russland.

US-Beziehungen zu Russland verschlechtert

Die Entscheidung, für die US-Energiekonzerne keine Ausnahmen von den Russland-Sanktionen zu machen, kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Beziehungen zwischen Washington und Moskau weiter abgekühlt sind. Grund ist der der US-Raketenangriff auf eine Luftwaffenbasis der syrischen Regierungsarmee. Moskau ist mit dem syrischen Machthabers Baschar al-Assad verbündet.

Trump hatte ursprünglich angekündigt, die Beziehungen zu Putin verbessern zu wollen. Allerdings schürte er mit diesen Ankündigungen das Misstrauen hinsichtlich der Art seiner Beziehungen zu Russland. Das FBI ermittelt wegen der mutmaßlichen russischen Hackerangriffe im US-Wahlkampf gegen das Umfeld von Trumps Rivalin Hillary Clinton. Dabei geht die Bundespolizei auch dem Verdacht nach, dass es illegale Absprachen zwischen Moskau und Mitarbeitern von Trumps Wahlkampfteam gegeben haben könnte.

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