Rettungskräfte und Polizei am U-Bahnhof Sennaja Ploschtschad | Bildquelle: REUTERS

Explosionen in der U-Bahn Mindestens neun Tote in St. Petersburg

Stand: 03.04.2017 16:36 Uhr

"Unfall, Verbrechen, und vor allem Terror" - Russlands Präsident Putin zufolge gehen die Ermittler allen möglichen Ursachen für die Explosion in St. Petersburg nach. Dort wurden mindestens neun Menschen getötet. Außenminister Gabriel sagte, vieles deute auf einen "hinterhältigen Anschlag" hin.

Nach der Explosion in der U-Bahn in St. Petersburg verdichten sich die Hinweise auf einen möglichen Terroranschlag. "Alle Anzeichen deuteten auf einen Terroranschlag hin", sagte Viktor Oserow, Abgeordneter im russischen Föderationsrat. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin hält einen Terroranschlag für möglich. Die Ermittler gingen allen möglichen Ursachen nach - "Unfall, Verbrechen und vor allem Terror", sagte Putin in der Nähe von St. Petersburg.

Bei mindestens einer Explosion in der U-Bahn der russischen Großstadt St. Petersburg sind einem Regierungssprecher zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Die Agentur Interfax meldete, womöglich sei eine Schrapnellbombe in einem Zug zwischen zwei Bahnstationen gezündet worden. Behördenquellen schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm Dynamit. Der Sprengsatz sei mit Metallteilen versehen gewesen.

Nach ersten Erkenntnissen sei kein Selbstmordattentäter unterwegs gewesen. Der Sprengsatz sei in dem Wagen platziert worden. Laut Agentur Interfax wurde zudem ein weiterer, nicht explodierter Sprengsatz entdeckt.

Bei der Agentur RIA hieß es unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise, es habe Detonationen in mindestens zwei Bahnhöfen gegeben. Rettungskräften zufolge gab es in zwei Metro-Zügen Explosionen. Fotos in sozialen Netzwerken zeigen Verletzte auf dem Bahnsteig und zerstörte Türen eines U-Bahn-Wagens. Der TV-Sender Life News zeigte Bilder von verletzten Menschen, die auf einem Bahnsteig liegen.

Explosionen in St. Petersburg
unkommentiertes Material, 03.04.2017

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Ein Reuters-Reporter berichtete von zahlreichen Rettungswagen nahe der Metro-Station Sennaja Ploschtschad. Alle Metro-Stationen in St. Petersburg wurden inzwischen geschlossen.

Laut Putin arbeiteten die Spezialkräfte mit Hochdruck daran, die Ursache herauszufinden. Den Angehörigen der Opfer sprach er sein Beileid aus. Putin selbst war in St. Petersburg, hielt sich aber nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna auf.

Udo Lielischkies, ARD Moskau, mit Informationen zu den Explosionen
Tagesschau 15:00 Uhr, 03.04.2017

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Gabriel: deutet auf hinterhältigen Anschlag

Die Bundesregierung ist bestürzt über die Ereignisse. "Das sind furchtbare Nachrichten aus #StPetersburg", schreibt Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter. "Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und ihren Familien." Bundesaußenminister Sigmar Gabriel zeigte sich bestürzt. Neben dem Entsetzen gebe es die große Trauer und das Mitgefühl mit den betroffenen Familien sowie den Menschen Russlands. "Das zeigt, dass wir überall auf der Welt einen großen Gegner haben: Das sind Terroristen und Menschen, die andere in Angst und Schrecken versetzen wollen." Er sagte, vieles deute auf "einen hinterhältigen Anschlag" hin, auch wenn die Hintergründe noch nicht klar seien.

Polizei in St. Petersburg | Bildquelle: AFP
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Polizisten haben die Straße vor der U-Bahn-Station Technological Institute in St. Petersburg abgesperrt.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und die EU-Außenminister haben ebenfalls ihr Mitgefühl ausgedrückt. "Unsere Gedanken sind bei allen Menschen Russlands", schrieb Mogherini auf Twitter.

In der Vergangenheit hatte es mehrere Anschläge auf die U-Bahn in Moskau mit zahlreichen Toten gegeben. Die meisten davon wurden in Verbindung mit islamistischen Terroristen aus Tschetschenien gebracht. In St. Petersburg gab es bislang keine Anschläge. Am St. Petersburger Flughafen Pulkowo wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, ebenso in der Metro der Hauptstadt Moskau.

Über dieses Thema berichteten am 03. April 2017 die Tagesschau um 15:00, 16:00 und 17:00 Uhr sowie tagesschau24 u.a. um 15:00 Uhr.

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