Löscharbeiten Österreich | Bildquelle: dpa

Nach Gasexplosion in Österreich Leitungen gehen wieder in Betrieb

Stand: 13.12.2017 02:33 Uhr

Im österreichischen Baumgarten läuft die Gasversorgung wieder an. Das teilte der Betreiber Gas Connect mit. Nach der Explosion in der Anlage waren Leitungen nach Italien, Deutschland und Ungarn zunächst stillgelegt worden. Teile der Verteilstation bleiben auch weiterhin außer Betrieb.

Nach einer Explosion in einer Gasverteilstation in Österreich läuft in der international wichtigen Anlage die Versorgung wieder an. Der Betreiber Gas Connect begann am Dienstagabend nach eigenen Angaben, Teile wieder hochzufahren. Damit werden auch Italien, Deutschland und Ungarn von der Verteilstation wieder versorgt.

Diese Entscheidung sei nach eingehender Kontrolle durch die Feuerwehr und das Landeskriminalamt gefällt worden, betonte die Firma. Derweil sind die beschädigten Teile der Anlage bis auf Weiteres außer Betrieb. Nach dem Unglück waren alle Gasleitungen vorübergehend stillgelegt worden.

Probleme in Italien

Die Explosion hatte zwischenzeitlich für Engpässe bei der Gasversorgung auch in anderen Länder gesorgt. Vor allem Italien meldete Probleme. Zeitweise war auch der Gaspreis angestiegen. Die Erdgasstation in Baumgarten an der March nahe der slowakischen Grenze zählt zu den wichtigsten Gasknotenpunkten Europas. Dort laufen mehrere Gasleitungen zusammen, und das Gas wird komprimiert. 2015 wurden über die betroffene Station 40 Milliarden Kubikmeter Gas weitergeleitet.

Explosion bei einer Gasstation in Österreich | Bildquelle: AFP
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Gewaltige Explosion in Österreich: Die Rauchwolke der gewaltigen Gasfackel war bis ins 30 Kilometer entfernte Wien zu sehen.

Ein Toter, 21 Verletzte

Bei der Explosion am Morgen war ein Mensch getötet worden. 21 Personen seien verletzt worden, meldete die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler ist das Unglück auf technische Ursachen zurückzuführen.

Die Einsatzkräfte erklärten, dass niemand außerhalb des Geländes verletzt wurde. Auch die Schäden beschränkten sich auf den Unglücksort. Dort wurden mehrere Gebäude und Fahrzeuge zerstört. Die Rauchwolke der gewaltigen Gasfackel war bis ins 30 Kilometer entfernte Wien zu sehen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 12. Dezember 2017 um 22:15 Uhr.

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