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Drei Tote auf Samoa
Verheerender Zyklon "Evan" wütet im Südpazifik
Mit 165 Kilometern pro Stunde ist der Zyklon "Evan" über den Pazifik-Inselstaat Samoa hinweggefegt und hat schwere Verwüstungen angerichtet. In der Hauptstadt Apia kamen nach Medienberichten mindestens drei Menschen ums Leben. Mehrere Bewohner gelten als vermisst.
Der Fluss Vaisigano trat über die Ufer und überschwemmte die Innenstadt. Autos steckten nach Angaben von Augenzeugen im Schlamm fest oder wurden in Bäume geschleudert. Die Behörden erklärten für die 40.000-Einwohner-Stadt den Ausnahmezustand.
"Es sieht verheerend aus", berichtete Reporterin Marjorie Moore von der Zeitung "Samoa Observer" der Nachrichtenagentur dpa. "Auf der Hauptstraße aus der Stadt Richtung Süden liegen entwurzelte Bäume und umgerissene Strommasten. Die Leitungen liegen quer über die Straße." Vielerorts gibt es kein Wasser und keinen Strom. Noch immer ist es sehr windig und regnet teils stark.
Der deutsche Honorarkonsul Arne Schreiber flüchtete mit seiner Familie in sein Büro, das verstärkte Wände hat. Dennoch hätten sie "eine schlaflose Nacht" gehabt, berichtet er dpa. Während bei seinem Nachbarn das Dach wegflog, hatte er das Hausdach mit Seilen am Fundament verankert. "Wir haben Glück gehabt, keine größeren Schäden", sagte er.
Neuseeländische Fernsehsender berichten, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Der Zyklon nehme weiter an Kraft zu und bewege sich nun in Richtung Fidschi-Inseln.
Die Pazifikstaaten werden zwischen Dezember und März oft von Zyklonen heimgesucht. "Evan" ist einer der schlimmsten der vergangenen 20 Jahre.
Stand: 14.12.2012 10:53 Uhr
