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Die Blues-Sängerin Etta James ist tot. Die Musikerin starb nach Angaben des Senders CNN in einem Krankenhaus in Riverside bei Los Angeles an den Folgen von Leukämie. Am kommenden Mittwoch wäre sie 74 Jahre alt geworden.
James' größter Erfolg war der Titel "At Last" von 1961. Als James den Song aufnahm, war er schon 20 Jahre alt. Sie machte das Stück aus dem Glenn-Miller-Musikfilm "Orchestra Wives" aber zu einem Welthit. Er handelt von manchen Sorgen und Nöten, aber wenn der Geliebte kommt wird letztendlich, eben "at last", alles gut. Hans Zimmer verwendete den Song für den Soundtrack des Oscar-Erfolgs "Rain Man". Dutzende Male wurde das Lied nachgesungen, am erfolgreichsten vor zehn Jahren von Celine Dion. "At Last" ist nicht nur ein Klassiker auf amerikanischen Hochzeiten. Auch Barack und Michelle Obama tanzten vor drei Jahren auf den Bällen zur Amtseinführung des neuen US-Präsidenten ihren ersten Tanz zu Etta James.
Jamesetta Hawkins wurde schon als junges Mädchen von Johnny Otis entdeckt. Der Blues- und Rockmusiker riet ihr, aus den beiden Hälften ihres Vornamens ein Künstlerpseudonym zu machen und verhalf ihr zu ersten Verträgen. Die Sängerin feierte schon im Jugendalter erste Erfolge mit dem Song "Roll With Me, Henry", der später in "The Wallflower" umbenannt wurde. Doch erfolgreich wurde sie erst in den 60er-Jahren. Allein zwischen 1960 und 1963 war die Sängerin mit 10 Platten in den R&B-Charts vertreten, darunter auch ihr Hit "Something’s got a hold on me".
Im nächsten Jahrzehnt kämpfte sie vor allem mit Drogenproblemen. Sie war heroinsüchtig, fälschte Rezepte, bestahl Freunde. Ein Richter stellte sie schließlich vor die Wahl: Entzug oder Gefängnis. James ging 1974 auf Entzug und kehrte dann auf die Bühne zurück.
Sie entwickelte sich zu einem amerikanischen Klassiker. Sie war die Meisterin des Soul und Blues, probierte sich aber auch an Country, Jazz und Rock'n Roll. Jahrelang arbeitete sie mit Chess Records zusammen. Die Geschichte dieses Labels wurde 2008 in "Cadillac Records" verfilmt. Die Rolle der Etta James übernahm Beyoncé Knowles. 1993 wurde James in die Rock'n Roll Hall of Fame aufgenommen und 2003 mit einem Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood geehrt. James gewann vier Grammys und 17 Blues-Auszeichnungen.
James starb am Freitag nur drei Tage nach ihrem Entdecker Johnny Otis, der 90 Jahre alt geworden war.
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