Karte: Estland mit Narva

Unabhängigkeitstag in Estland Militärparade an Grenze zu Russland

Stand: 25.02.2015 11:42 Uhr

Estland hat den 97. Jahrestag seiner Unabhängigkeit in einer Grenzstadt zu Russland offiziell gefeiert. An einer Militärparade nahmen estnische sowie NATO-Soldaten teil. Präsident Ilves betonte in seiner Rede insbesondere den Ukraine-Konflikt.

Mit einer offiziellen Feier und Militärparade hat Estland seine Unabhängigkeit gefeiert - und dabei Stärke gegenüber dem Nachbarn Russland demonstriert. In der Grenzstadt Narva waren Soldaten und Militärfahrzeuge aus Estland selbst, aber auch aus den Niederlanden, USA, Spanien und Litauen sowie Lettland teil. Das EU-Land Estland ist seit 2004 Mitglied NATO.

Zeitungen wie die "Washington Post" bewerteten die Militärparade mit Beteiligung von US-Armeefahrzeugen an der Grenze zu Russland als einen Akt, der die Spannungen zwischen dem Westen und Russland symbolisiere. Estland fühlt sich von der russischen Außenpolitik bedroht. In seiner Rede legte Präsident Toomas Hendrik Ilves dementsprechend einen Schwerpunkt auf die Lage in Osteuropa und den Konflikt in der Ukraine. Er sprach von einer neuen Form des Krieges.

Militärparade in Estland an der Grenze zu Russland
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Militärparade in Estland an der Grenze zu Russland

Militärparade in Estland an der Grenze zu Russland
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Auch US-Militär rollte durch die Straßen von Narva.

Estland wählt Anfang März ein neues Parlament. Die Bürger des Baltenstaats können ihre Stimme dabei auch wieder per Internet abgeben. Der Wahlkampf wird von sozialen Themen und außenpolitisch vor allem von der Ukraine-Krise bestimmt.

Obama versicherte Unterstützung

US-Präsident Barack Obama hatte dem NATO-Partner Estland bei seinem Besuch im Herbst 2014 die Unterstützung des Militärbündnisses zugesagt. "Estland wird niemals alleine dastehen", sagte er bei seinem Besuch in der Hauptstadt Tallinn. Die USA fühlten sich der Sicherheit Estlands verpflichtet.

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