Schwere Verwüstungen in Kolumbien | Bildquelle: AFP

Kolumbien Viele Tote nach Überschwemmungen

Stand: 02.04.2017 22:48 Uhr

Bei schweren Überschwemmungen und Erdrutschen sind im südkolumbianischen Mocoa zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden teilten mit, es seien bereits mehr als 200 Tote geborgen worden. Die Zahl könnte weiter steigen: Derzeit werden noch viele Menschen vermisst.

In Mocoa, im Südwesten Kolumbiens, gilt der Notstand. Schwere Überschwemmungen und folgende Erdrutsche haben die Region stark verwüstet. Zahlreiche Menschen wurden getötet, Hunderte verletzt. Präsident Juan Manuel Santos sagte, dass mindestens 210 Menschen bei der Tragödie getötet worden seien, sich die Zahl der Todesopfer aber "jeden Augenblick" ändere.

Mehr als 200 Todesopfer nach Überschwemmungen in Kolumbien
tagesthemen 22:45 Uhr, 02.04.2017, Xenia Bötcher, ARD Mexico City

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Ausgelöst wurde die Katastrophe durch extremes Hochwasser, das drei örtliche Flüsse über die Ufer treten ließ. Schwere Regenfälle waren dafür die Ursache. Viele Menschen seien im Schlaf überrascht worden, hieß es.

Aufnahmen aus der Region zeigen ein Bild der Verwüstung - ganze Wohnviertel Mocoas wurden unter Schlamm begraben. Augenzeugen berichteten von einer regelrechten Flutwelle, die Häuser, Bäume und Autos mit sich gerissen habe. "Ein großer Teil der Bevölkerung ist von der Lawine quasi mitgerissen worden. Häuser in 17 Vierteln sind praktisch ausradiert worden", sagte Bürgermeister José Antonio Castro.

Die Trümmer im schlammigen Wasser sorgten stromabwärts für zusätzliche Zerstörung. Auf Videos war zu sehen, dass ganze Plätze unter Schutt und Holzbalken begraben waren. Die Landverbindungen in die Stadt sind unterbrochen, die Wassermassen zerstörten auch das Trinkwassersystem der 40.000-Einwohner-Stadt, die in der Nähe der Grenze zu Ecuador, rund 630 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá liegt.

Zerstörung in Kolumbien | Bildquelle: AP
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Luftbilder zeigten dramatische Schäden in der südkolumbianischen Stadt Mocoa. Ganze Viertel wurden zerstört.

Überschwemmung Kolumbien | Bildquelle: AFP
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Schwere Verwüstungen: Hochwasser hat in der Stadt Mocoa in Kolumbien ganze Häuserzeilen weggerissen.

Medizinische Versorgung schwierig

Angesichts der hohen Zahl von Verletzten könne die medizinische Versorgung in der Stadt nicht mehr gewährleistet werden, erklärte die zuständige Gouverneurin Sorrel Aroca. Die Behörden bildeten einen Krisenstab. Militär, Polizei und Rettungskräfte suchten nach den Vermissten. Dabei müssten Hunderttausende Tonnen von Schutt und Schlamm weggeräumt werden, sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Viele Menschen harrten wegen der steigenden Wassermassen auf Dächern aus, um gerettet zu werden. Erst langsam fielen die Pegel wieder und gaben das Ausmaß der Zerstörung in Mocoa frei.

Präsident Santos brach eine geplante Kuba-Reise ab und reiste in die Katastrophenregion. Der Präsident des Nachbarlandes Venezuela, Nicolás Maduro, bot Santos an, trotz der bilateralen Spannungen Katastrophenhelfer zu schicken.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärte, er habe "mit Erschrecken" die Nachrichten und Bilder der schlimmen Überschwemmungen und Erdrutsche aus der am schwersten getroffenen Stadt Mocoa gesehen. "Mit mir sind heute viele Deutsche in Gedanken bei den Angehörigen der Opfer und bei den Frauen und Männern, die sich noch in Gefahr befinden und auf Rettung hoffen", fügte der Bundespräsident hinzu. Er wünsche den Rettungskräften "viel Kraft und Glück bei ihrer schwierigen Aufgabe in dieser extremen Situation".

Überschwemmte Stadt Mocoa wartet dringend auf Hilfsgüter
I. Marusczyk, ARD Buenos Aires
02.04.2017 12:13 Uhr

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Über dieses Thema berichteten am 01. April 2017 die Tagesschau um 20:00 Uhr und die Tagesthemen um 23.30 Uhr.

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