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Emilia Romagna kommt nicht zur Ruhe
Wieder Erdbeben in Norditalien
Vor der Küste Nordost-Italiens hat es in der vergangenen Nacht ein weiteres Erdbeben gegeben. Es hatte eine Stärke von 4,5. Wie die Zivilschutzbehörde mitteilte, wurde dabei nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Das Zentrum des Bebens befand sich in der Adria etwa auf der Höhe der Stadt Ravenna in der Region Emilia Romagna. Die Erschütterungen waren bis nach Rimini und Pesaro zu spüren. Im historischen Stadtzentrum Pesaros stürzten mehrere Steinfragmente eines alten Palazzos herab, woraufhin eine Straße gesperrt werden musste.
Seit dem 20. Mai etwa 400 Verletzte
Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, eine 65-jährige Frau, die vergangene Woche aus den Trümmern ihres Hauses bei Modena geborgen worden war, sei ihren Verletzungen erlegen. Damit stieg die Opferzahl der schweren Beben vom 20. und 29. Mai in der Region auf 26 Tote. Die beiden Erschütterungen hatten eine Stärke von 6 und 5,8.
In den vergangenen zwei Wochen wurden in der Emilia Romagna hunderte Nachbeben registriert. Etwa 400 Menschen wurden dabei verletzt. 14.000 Menschen sind obdachlos. Der Gesamtsachschaden wird auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
Ausgelöst werden die Beben durch die afrikanische Kontinentalplatte, die sich nach Norden bewegt und dabei langsam unter die Eurasische Platte schiebt. Diese Aktivität konzentriert sich zur Zeit auf den Norden Italiens, wo der Nordausläufer des Apenningebirges in die Poebene übergeht.
Stand: 06.06.2012 12:02 Uhr
