Rettungskräfte durchsuchen ein Hochhaus, welches in der Stadt Tainan durch das Erdbeben kollabiert ist | Bildquelle: AP

Nach schwerem Erdbeben in Taiwan Noch mehr als 100 Menschen vermisst

Stand: 07.02.2016 09:56 Uhr

Nach dem schweren Erdbeben in Taiwan werden noch mehr als 100 Menschen vermisst, die meisten von ihnen werden unter den Trümmern eines 16-stöckigen Hochhauses vermutet. Die Behörden wollen untersuchen, ob beim Bau gepfuscht wurde. Die Zahl der Toten stieg auf mindestens 24.

Einen Tag nach dem Erdbeben im Süden Taiwans suchen Rettungskräfte noch immer nach mehr als 100 Vermissten in den Trümmern. Die Zahl der Toten in der Metropole Tainan stieg nach offiziellen Angaben auf 24.

Rund 500 Menschen wurden verletzt. Die meisten Menschen werden in den Trümmern eines 16-stöckigen Wohnhauses vermisst, das umgestürzt war. Die Behörden haben den Verdacht, dass Pfusch am Bau die Ursache gewesen sein könnte.

Drohnenvideo zeigt Folgen des Erdbebens in Taiwan (unkommentiert)
06.02.2016

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Die Erdstöße der Stärke 6,4 hatten das Hochhaus mit etwa 250 gemeldeten Einwohnern zur Seite kippen lassen und wie ein Akkordeon gefaltet. Unter den Todesopfern befanden sich auch ein zehn Tage altes Baby und weitere Kinder. In dem Haus war auch ein Versorgungszentrum für Neugeborene und Wöchnerinnen untergebracht.

Tainan wurde am stärksten von dem Erdbeben getroffen, das um vier Uhr morgens die Erde erbeben ließ und viele im Schlaf überraschte.

Es gab eine Serie von Nachbeben. Die Erdstöße waren auf der ganzen Insel zu spüren. Das Epizentrum lag in Meinong, in der dicht besiedelten Gegend um die Hafenstadt Kaohsiung.

Rettungskräfte suchen nach Erdbeben weiter nach Vermisste
tagesschau 13:15 Uhr, 07.02.2016

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Erinnerung an das Beben 1999

Die Erdstöße vor dem chinesischen Neujahrsfest von Sonntag auf Montag weckte schlimme Erinnerungen an das Beben von 1999, als 2400 Menschen ums Leben kamen. Damals wurde eine Stärke von 7,3 erreicht. Das Erdbeben überraschte auch Superstar Madonna und ihre Musiker, die in Taiwan auf Tour sind. Ihr Manager Guy Oseary schrieb aus Taipeh auf Instagram: "Wir sind alle OK... Hoffe, dass es vorbei ist." Am Samstagabend ist ein zweites Konzert in Taiwans Hauptstadt geplant.

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