Tsunami-Warnung in Neuseeland | Bildquelle: AFP

Nach schwerem Erdbeben Tsunami erreicht Neuseeland

Stand: 13.11.2016 15:17 Uhr

Durch das schwere Erdbeben in Neuseeland ist laut dem Zivilschutz auch ein Tsunami ausgelöst worden. Die erste Welle habe die Küste der Südinsel erreicht. Weitere Wellen könnten folgen. Das Ausmaß der Katastrophe ist noch unklar.

Nach dem schweren Erdbeben in Neuseeland rollt ein Tsunami auf die Inseln zu. Die erste Welle habe die Nordostküste der Südinsel erreicht, teilte der Zivilschutz mit. Sie könne auch weitere Küstenbereiche der Nord- und Südinsel sowie die die knapp 900 Kilometer östlich im Pazifik gelegenen Chatham Islands in Kürze treffen. Bestätigte Berichte über Opfer und Zerstörungen gibt es bislang nicht.

Richard Bicknell @dickbicknell
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Über Stunden könnten weitere Wellen auflaufen, die erste Welle müsse nicht die größte sein. "Begeben Sie sich sofort ins Inland oder zu höheren Punkten", warnte der Zivilschutz die Küstenbewohner. Zuvor hatte ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 Neuseeland erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag in etwa zehn Kilometern Tiefe auf der Südinsel des Landes bei Hanmer Springs. Der Ort liegt etwa 90 Kilometer von der Großstadt Christchurch entfernt.

Das Geoforschungszentrum Potsdam korrigierte seine ursprünglichen Angaben von 7,7 nach oben. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 7,4 an. Neuseeländische Medien berichten über Erdstöße der Stärke 6,6. Wenige Minuten nach dem Hauptbeben gab es mehrere kleine Erdstöße.

Menschen auf der Strasse nach dem Erdbeben | Bildquelle: dpa
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Auch in der Hauptstadt Wellington war das Beben zu spüren.

Offenbar nur leichte Schäden

Auf Twitter teilten Menschen Fotos und Videos und berichteten über etwa zweiminütige Erdstöße gegen 00:00 Uhr Ortszeit. Offenbar gab es keine größeren Schäden. Auswirkungen des Bebens waren im ganzen Land zu spüren. In Wellington gingen laut Augenzeugen Scheiben zu Bruch. Angaben stärkere Zerstörungen gibt es bislang nicht. Lokale Medien berichten über Hunderte verängstigte Menschen, die aus Sorge vor Schäden auf die Straßen eilten.

In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße. Im Februar 2011 waren in Christchurch insgesamt 185 Menschen durch einen Erdstoß der Stärke 6,3 ums Leben gekommen.

Highest waves are expected between Marlborough and Banks Peninsula. There is a threat for all NZ coast. Stay off be… https://t.co/Vlpxljtw5v

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 13. November 2016 um 15:00 Uhr.

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