Karte: Neuseeland mit Wellington und Hanmer Springs

Unterschiedliche Angaben über Stärke Starkes Erdbeben in Neuseeland

Stand: 13.11.2016 14:34 Uhr

Neuseeland ist von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Die Angaben über die Stärke schwanken - in der Spitze sprechen Wissenschaftler von einem Beben der Stärke 7,9. Neuseeland ist durch seine Lage auf dem sogenannten Feuerring häufiges Ziel von Erdbeben.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9 hat Neuseeland erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag in etwa zehn Kilometern Tiefe auf der Südinsel des Landes bei Hanmer Springs. Der Ort liegt etwa 90 Kilometer von der Großstadt Christchurch entfernt.

Richard Bicknell @dickbicknell
Cheers for the concern all, everyone's ok. Here's the kitchen... #eqnz https://t.co/moGd0zTaKj

Das Geoforschungszentrum Potsdam korrigierte seine ursprünglichen Angaben von 7,7 nach oben. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens mit 7,4 an. Neuseeländische Medien berichten über Erdstöße der Stärke 6,6. Wenige Minuten nach dem Hauptbeben gab es mehrere kleine Erdstöße.

Das neuseeländische Notfall- und Katastrophenzentrum (MCDEM) veröffentlichte eine Tsunami-Warnung. An der Ostküste der Südinsel sollten sich Menschen auf erhöhte Positionen zurückziehen, teilte das MCDEM auf Twitter mit. Die ersten Wellen seien möglicherweise nicht die stärksten, es könne aber über mehrere Stunden Flutwellen geben.

Offenbar nur leichte Schäden

Auf Twitter teilten Menschen Fotos und Videos und berichteten über etwa zweiminütige Erdstöße gegen 0.00 Uhr Ortszeit. Offenbar gab es keine größeren Schäden. Angaben über Verletzte liegen derzeit nicht vor. Auswirkungen des Bebens waren im ganzen Land zu spüren. In Wellington gingen laut Augenzeugen Scheiben zu Bruch.

Lokale Medien berichten über Hunderte verängstigte Menschen, die aus Sorge vor Schäden auf die Straßen eilten.

In Neuseeland sind Erdbeben keine Seltenheit. Der Inselstaat liegt auf dem pazifischen Feuerring, wo mehrere Kontinentalplatten zusammentreffen. In dem Gebiet ereignen sich jährlich bis zu 15.000 Erdstöße. Im Februar 2011 waren in Christchurch insgesamt 185 Menschen durch einen Erdstoß der Stärke 6,3 ums Leben gekommen.

The first wave may not be the largest. Waves may continue for several hours. #eqnz

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. November 2016 um 13:15 Uhr.

Darstellung: