EEW | Bildquelle: dpa

Rekordübernahme von EEW Chinesen kaufen deutschen Müll-Verwerter

Stand: 04.02.2016 13:35 Uhr

Die bisher größte chinesische Investition in ein deutsches Unternehmen geht nach Niedersachsen. Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft den Abfallkonzern EEW für knapp 1,5 Milliarden Euro. Der Deal muss allerdings noch vom Bundeswirtschaftsministerium genehmigt werden.

Die chinesische Holding Beijing Enterprises kauft den Abfallkonzern EEW Energy from Waste aus Helmstedt für 1,438 Milliarden Euro. Dem EEW-Mutterkonzern EQT zufolge handelt es sich dabei um die bisher größte chinesische Direktinvestition in ein deutsches Unternehmen überhaupt. Die Kaufsumme übertrifft die bisherigen Rekorde klar.

Vor kurzem war bekannt geworden, dass ChemChina, der größte Chemiekonzern aus dem Reich der Mitte, den Münchener Spezialmaschinenbauer KraussMaffei für 925 Millionen Euro erwerben will. Die zuvor größte Transaktion war der Kauf des Betonpumpenherstellers Putzmeister, der vom chinesischen Baumaschinenhersteller Sany Anfang 2012 übernommen wurde.

4,7 Millionen Tonnen Abfall werden zu Energie

Das Bundeswirtschaftsministerium muss dem Verkauf an die Chinesen nach dem Außenwirtschaftsgesetz noch zustimmen. EQT rechnet bis Ende Februar mit grünem Licht aus Berlin.

EEW hat nach eigenen Angaben 1050 Mitarbeiter. Die 18 Anlagen der Gruppe können jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall zu Energie machen und umweltschonend beseitigen. Die Fabriken erzeugen Prozessdampf für Industriebetriebe, Fernwärme für Wohngebiete und Strom für umgerechnet rund 700.000 Haushalte. Selbst der Abfall des verbrannten Abfalls - größtenteils Schlacke - wird später weiter verwendet, vor allem im Straßenbau.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 04. Februar 2016 um 14:30 Uhr.

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