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Fest des Fastenbrechens
Muslime feiern Ende des Ramadan
Seit dem 20. Juli haben die Muslime weltweit dem Koran folgend zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang weder gegessen noch getrunken. Von heute an bis Dienstag feiern sie nun das Fest des Fastenbrechens, das auch als Zuckerfest bezeichnet wird.
Von Hendrik Buhrs, ARD-Hörfunkstudio Nordwestafrika
Wenn die Mondsichel am Himmel wieder zunimmt, dann ist das Ende des Fastenmonats Ramadan gekommen, des zweitwichtigsten Festes in der islamischen Welt.
Gefeiert wird mit besonderen Festgebeten, aus Platzgründen mancherorts vor der Moschee, mit prächtigem Festessen und Familienbesuchen. 30 Fastentage, an denen nur nach Sonnenuntergang gegessen, getrunken und geraucht werden durfte, sind damit vorbei.
Fastenmonat Ramadan endet
H. Buhrs, ARD Rabat
19.08.2012 11:32 Uhr
Stromausfälle durch Hitzewelle
Für viele Menschen in Nord- und Westafrika war es ein bewegter Ramadan: Das abendliche Fastenbrechen in Algerien und Tunesien fand teilweise bei Kerzenschein statt, durch eine Hitzewelle kam es zu Stromausfällen.
In Marokko nahm die Polizei vier Jugendliche fest, die tagsüber auf offener Straße gegessen hatten. Das marokkanische Gesetz sieht für Muslime bis zu sechs Monate Gefängnis für die Nichtbeachtung des Ramadans vor.
In Mali rief die Übergangsregierung zum Gebet für die von Radikalislamisten besetzte Nordhälfte des Landes auf. Die Polizei in Nigeria hat ihre Präsenz aus Furcht vor Anschlägen der Gruppe Boko Haram an den Feiertagen verstärkt.
Verwirrung um den genauen Festbeginn gab es im Senegal. Dort beobachten dieses Jahr zwei konkurrierende Gremien den Himmel: die nationale Mondsichel-Abstimmungskommission und die Mondsichel-Beobachtungskommission, beide mit eigenen Experten.
Je nach Mondsichtung findet das Fest des Fastenbrechens zum Ende des Ramadan ab dem heutigen Sonntag oder ab morgen statt. Das kann von Land zu Land oder sogar von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein. Gefeiert wird drei Tage lang.
Stand: 19.08.2012 12:27 Uhr
