Viola Davis | Bildquelle: dpa

Preisverleihung in Los Angeles Überraschungen bei den Emmy-Awards

Stand: 21.09.2015 09:41 Uhr

Bei den Emmy-Awards werden die besten Fernsehproduktionen ausgezeichnet. Dabei galten bisher zwei unumstößliche Regeln, die in diesem Jahr gebrochen wurden: Das freute Viola Davis und den Hauptdarsteller von "Mad Men".

Von Nicole Markwald, ARD-Hörfunkstudio Los Angeles

Moderator der Emmy-Awards: Andy Samberg | Bildquelle: REUTERS
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Moderator der Emmy-Awards: Andy Samberg

Im Eröffnungssketch der diesjährigen Emmy-Verleihung schließt sich Moderator Andy Samberg in einen Bunker ein, um ungestört alle Serien, Filme und Mini-Serien zu schauen, die das zurückliegende Fernsehjahr im Angebot hatte. Er sei nun als Moderator bestens gerüstet, sagte er. Außerdem qualifiziere ihn doch schließlich für den Job, dass er weiß sei, fügt der Schauspieler an.

Da war die Sendung noch keine fünf Minuten alt und das Thema gesetzt. Denn um die Hautfarbe ging es immer wieder. Aber Samberg beruhigte: Noch nie sei die Gruppe der Emmy-Nominierten so bunt gewesen. Rassismus ist Geschichte, sagte der Moderator augenzwinkernd.

Verleihung der Emmy Awards 2015
ARD-Morgenmagazin, 21.09.2015, Sandra Ratzow, ARD Washington

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Zumindest schrieb eine schwarze Schauspielerin an diesem Abend Geschichte: Viola Davis gewann einen Emmy als beste Hauptdarstellerin in einer Dramaserie. Sie spielt in "How to get away with Murder" eine Juraprofessorin und sagte unter großem Applaus nach ihrem Gewinn: Das einzige, was schwarze Frauen von anderen unterscheide, seien lediglich fehlende Chancen. Man könne keinen Emmy gewinnen für Rollen, die es gar nicht gebe.

Shonda Rhimes ist die Erfinderin von "How to get away with Murder" und reagierte per Twitter mit nur einem Wort: "Sprachlos".

HBO holt 22 Emmys

Sprachlos dürften auch die Fernsehmacher beim Bezahlsender HBO sein. Drei ihrer Serien gewannen Preise: Das Fantasy-Epos "Game of Thrones" holte insgesamt zwölf Trophäen - darunter als Bestes Drama. Die Buchverfilmung "Olive Kitteridge", die als Mini-Serie auf HBO lief, heimste sechs Emmys ein, die Washington-Satire "Veep - Die Vizepräsidentin" gewann vier Preise.

Dinklage | Bildquelle: AFP
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Peter Dinklage als bester Darsteller in einem Drama für seine Rolle in "Games of Throne"

Eine Premiere feierte der Internetkonzern Amazon. Seine Eigenproduktion "Transparent" gewann zwei Emmys - für Hauptdarsteller Jeffrey Tambor und Regisseurin Jill Soloway. In "Transparent" geht es um einen älteren Familienvater, der sich entscheidet, als Frau leben zu wollen.

Soloway wurde von der Geschichte ihres eigenen Vaters inspiriert, den sie nicht "Mama" oder "Papa" nennt, sondern "Moppa". Mit dem Emmy in der Hand merkte sie kritisch an: "Wenn sich meine 'Moppa' eine neue Wohnung suchen würde, dürften Vermieter in 32 Bundesstaaten sie ablehnen, weil sie transsexuell ist. Sie haben nicht die gleichen Bürgerrechte."

Hamm mit letzter Kraft, Stewart mit letztem Witz

Auf der Emmy-Bühne wurde geweint, gezittert und nach Luft geschnappt. Jon Hamm zog sich mit scheinbar letzter Kraft gegen Ende auf die Bühne: Sieben Mal war er in der Vergangenheit für seine Rolle als Don Draper in der Serie "Mad Men" nominiert worden. Nun, nach dem Ende der letzten Staffel der Serie, konnte er einen Emmy entgegennehmen.

Jon Hamm | Bildquelle: dpa
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"Mad Men" ist in den USA bereits Geschichte - nun konnte Hauptdarsteller Jon Hamm einen Emmy für seine Verkörperung des Don Draper entgegennehmen.

Mehrere Emmys gab es auch für Talkshow-Host Jon Stewart und sein Team. Stewart hat vor kurzem die Moderation der "Daily Show" beendet. Der verabschiedete sich bissig mit den Worten: "Vielen Dank, Ihr müsst mich nie wieder sehen."

Verleihung der Emmy Awards 2015 in Los Angeles
Kerstin Zilm, ARD Los Angeles
21.09.2015 10:50 Uhr

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