Sicherheitskräfte evakuieren das Hotel | Bildquelle: AFP

Überfall auf Hotel in der Elfenbeinküste Angreifer töten mindestens 16 Menschen

Stand: 13.03.2016 20:12 Uhr

Im Urlaubsort Grand Bassam in der Elfenbeinküste haben Bewaffnete mehrere Hotels angegriffen und 16 Menschen getötet. Unter den Opfern befinden sich laut offiziellen Angaben vier Europäer. Sechs Angreifer wurden demnach getötet. Ein Ableger der Terrorgruppe Al-Kaida bekannte sich zu der Tat.

14 Zivilisten und zwei Soldaten sind an einem Strand der Elfenbeinküste durch bewaffnete Angreifer getötet worden. Das teilte Präsident Alassane Ouattara bei einem Besuch am Tatort mit. Unter den Opfern seien auch vier Europäer gewesen, erklärte die Polizei. Nach Angaben des französischen Präsidenten François Hollande war unter ihnen mindestens ein Franzose.

Sechs Angreifer getötet

Der Innenminister des Landes, Hamed Bakayoko, sagte, die Sicherheitskräfte hätten sechs Terroristen getötet. Ihre Identität ist noch nicht geklärt. Allerdings bekannten sich Islamisten zu der Tat, die einem nordafrikanischer Ableger der Terrorgruppe Al-Kaida angehören.

Ein Augenzeuge berichtete einem Reporter der Nachrichtenagentur Reuters, er habe vier Angreifer gesehen. Er habe auch Fotos von Handgranaten und Munition gemacht, die die Angreifer mitgebracht und zurückgelassen hätten.

Die Schießerei ereignete sich in Grand Bassam, einem Wochenendausflugsziel rund 40 Kilometer östlich von Abidjan, dem wirtschaftlichen Zentrum des westafrikanischen Landes. Die dortigen Strände, Bars und Hotels sind auch bei Ausländern beliebt. Nach den Worten des Innenministers wurden drei Hotels angegriffen.

In den vergangenen Monaten waren bei Angriffen auf Luxushotels in den Nachbarländern Mali und Burkina Faso Dutzende Menschen getötet worden. Experten warnten damals, islamistische Angriffe könnten auch die Elfenbeinküste und den Senegal treffen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 13. März 2016 um 23:20 Uhr.

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