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Präsidentenwahl in Ecuador
Correa feiert sich und droht den Medien
Staatschef Rafael Correa ist bei der Präsidentenwahl in Ecuador klar im Amt bestätigt worden. Der linksgerichtete Wirtschaftsexperte erhielt nach Auszählung von rund 95 Prozent der Wahlurnen etwa 56,5 Prozent der Stimmen. Der konservative Bankier Guillermo Lasso wurde mit 22,5 Prozent Zweiter. Der ehemalige Präsident Lucio Gutiérrez landete mit 6,6 Prozent auf dem dritten Platz.
Das Staatsoberhaupt ließ sich kurz nach Bekanntgabe der ersten Nachwahlbefragungen von seinen Anhängern feiern. "Diese Revolution wird von nichts und niemandem gestoppt", rief er ihnen von dem Balkon des Regierungspalastes Carondelet zu.
Warnung an die Presse
Auf einer Pressekonferenz erklärte Correa, sein Sieg stelle eine einzigartige Gelegenheit dar, eine "demokratische" Presse zu bilden. Es müssten die "korrupten und antidemokratischen" Medien bekämpft werden, die in Händen eines halben Dutzend reicher Familien seien und sich das Recht anmaßten, zu ihrem eigenen Vorteil Information zu verschweigen, zu veröffentlichen oder zu erfinden. Der 49-jährige Staatschef hat seit 2006 alle Wahlen gewonnen.
Rafael Correa als Präsident wieder gewählt
J. Segador, ARD Buenos Aires
18.02.2013 07:11 Uhr
Stabile Verhältnisse im Land
In dem Jahrzehnt davor hatte Ecuador sieben Präsidenten. Der linksgerichtete Politiker tritt in der Öl exportierenden Nation für einen "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" ein und hat Lebensstandard und soziales Netz für die arme Bevölkerung verbessert. Von Kritikern wird ihm Intoleranz gegenüber Andersdenkenden vorgeworfen.
Im vergangenen Jahr provozierte Ecuador diplomatische Spannungen mit Großbritannien, als es dem Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl in seiner Botschaft in London gewährte.
Correa gewinnt erneut Präsidentschaftswahl
tagesschau24 10:00 Uhr, 18.02.2013, Wolfgang Karg, ARD-aktuell
Stand: 18.02.2013 19:57 Uhr
