Kinder vor dem Schriftzug Ebola an einer Wand | Bildquelle: AFP

Rückschlag im Kampf gegen Krankheit Neuer Ebola-Fall in Sierra Leone

Stand: 07.09.2015 11:30 Uhr

Im westafrikanischen Sierra Leone ist ein weiterer Ebola-Fall bekannt geworden. Eine Frau im Norden des Landes sei positiv auf den tödlichen Erreger getestet worden, teilte der Präsident mit. Der Fall schürt Ängste vor einer Rückkehr der Krankheit.

Sierra Leone muss einen Rückschlag im Kampf gegen die tödliche Ebola-Krankheit hinnehmen. Eine Frau hat sich im Norden des Landes mit dem Erreger angesteckt, teilte Präsident Ernest Bai Koroma mit. "Der Vorfall ermahnt uns, dass Ebola noch immer hier ist", sagte er. Der Gesundheitsnotstand in dem afrikanischen Staat werde deshalb aufrecht erhalten.

Dorf stand unter Quarantäne

Sorge macht Beobachtern, dass die Frau sich in einem Dorf infiziert hatte, das bereits unter Quarantäne stand. Dort war bereits Ende August eine Frau an Ebola gestorben. Die jüngste Infektion ist offenbar darauf zurückzuführen, dass die Frau Kontakt mit der Toten gehabt hat. In der Hauptstadt Freetown erlag zudem ein neugeborenes Kind erst kürzlich der Krankheit.

Im Gegensatz zum Nachbarland Liberia, das offiziell für Ebola-frei erklärt wurde, kämpft Sierra Leone immer noch mit den Folgen der Epidemie. Diese hatte seit 2013 mehrere Tausend Todesopfer gefordert und den Staat an den Rande des Zerfalls gebracht. Mitte August hatte es bereits feierliche Szenen gegeben, nachdem der letzte bekannte Ebola-Patient aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Doch mit den neuen Ebola-Fällen kehrt nun die Angst zurück.

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