Polizisten in Liberia stehen vor einem Graffiti mit der Aufschrift "Ebola is real" | Bildquelle: dpa

Bericht der Vereinten Nationen Ebola in Westafrika noch nicht vorbei

Stand: 13.07.2015 12:44 Uhr

Die verheerende Ebola-Epidemie in Westafrika ist nach Angaben der Vereinten Nationen noch nicht ausgestanden. Es infizierten sich weiterhin etwa 30 Menschen pro Woche. Eine Geberkonferenz der UN hatte am Wochenende Hilfen in Milliardenhöhe bewilligt.

Die Ebola-Epidemie hält Westafrika weiter in Atem. Nach Angaben des Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen, David Nabarro, ist die Epidemie noch nicht ausgestanden. Es infizierten sich weiterhin etwa 30 Menschen pro Woche, sagte Nabarro im südafrikanischen Cape Town.

Eine große Sorge bereite, dass etwa ein Drittel davon nicht auf der Liste von bekannten Personen stehe, die Kontakt zu einem Infizierten gehabt hätten. "Dies bedeutet, dass es überraschende Fälle sind", so Nabarro bei einer Konferenz der Weltgesundheitsorganisation, WHO.

Mehr als 11.200 Menschen sind bislang an Ebola gestorben

An der Epidemie in Westafrika sind bislang mehr als 11.200 Menschen gestorben, fast 28.000 haben sich infiziert. Hauptbetroffen sind Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Liberia war am 9. Mai für ebolafrei erklärt worden. Das Land hat jedoch einen Rückschlag im Kampf gegen die Seuche hinnehmen müssen. Ende Juni wurden dort laut WHO neue Fälle bestätigt.

Am Wochenende hatte eine Geberkonferenz der Vereinten Nationen Hilfen von 3,4 Milliarden Dollar für Guinea, Liberia und Sierra Leone bewilligt. Insgesamt habe die internationale Gemeinschaft jetzt Hilfszusagen von mehr als fünf Milliarden Dollar gemacht. Damit sollen die drei westafrikanischen Länder bei der Bekämpfung der Auswirkungen der Epidemie unterstützt werden.

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